Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

Telefon: +49 152 28868116 | E-Mail: gf@igl-home.de

Endlich....erste Er...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Endlich....erste Erfolge mit P. linkei

19 Beiträge
4 Benutzer
0 Likes
8,222 Ansichten
(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1349
 

Verstehe ich das jetzt richtig:

- Du hast mehrere Zuchtpaare?
- mindestens zwei davon haben schon Jungfische oder Gelege?
- Und es gibt nebeneinander Jungfische mehrerer Bruten?

So sollte es eigentlich sein, bzw. so hätte man es gerne, aber es klappt keineswegs immer. Insofern: Kompliment, und nimm es nicht als selbstverständlich. Zeitweise ist auch der linkei-Bestand in unseren Becken recht schwach. Also: Weitermachen!

- Aber spielt sich das alles in einem Aquarium ab?

Ich nehme es an. Auch das ist möglich, dann kann es freilich kein ganz kleines Becken und kein ziemlich pflanzenleeres Becken sein. Auch gibt es jungfischfressende Paare und solche, die das nicht tun.

Diese Gruppenhaltung von mehreren Paaren kann sehr interessant und spannend sein (und ist den Paros natürlich auch angemessener als die meist übliche Einzelpaarhaltung). Oft machen sich dann freilich unbeschäftigte Alttiere und später die schneller wachsenden Jungfische über die langsameren her, aber bei Dir scheinen ja die Gelege ziemlich dicht aufeinander gefolgt zu sein; deshalb ist der Alters- und Größenunterschied wohl nicht allzu groß und es kann lange gut gehen, wenn die Alttiere mitspielen. Irgendwann werden natürlich die schneller wachsenden Jungen alles vertilgen, was sie bewältigen können. Ab einer gewissen Größe (etwa 3-4 Wochen) fressen übrigens Alttiere (meistens) keine Jungfische mehr

Bei mir sind mal in einem 12-Liter-Becken (!) neben den Eltern (ein Paar, für mehr ist das wirklich zu klein) vierzig Jungfische herangewachsen, bis es zu eng wurde und ich sie herausfangen musste. Auch die gehörten nicht alle zu einem einzigen Gelege.

Peter Finke, Bielefeld


   
AntwortZitat
freaky_fish
(@freaky_fish)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 16 Jahren
Beiträge: 812
Themenstarter  

Hallo Peter,
danke für das Kompliment.

Ja, ich habe zwei Pärchen, die zusammen in einem Becken leben (30 Liter). Neben den Paros leben auch noch einige Betta miniopinna (ebenfalls mit Jungtieren), die sich mit den Paros glücklicherweise so gut wie nicht ins Gehege kommen. Meine miniopinna bauen ihre Nester unter Schwimmpflanzen, die Paros unten in den Höhlen, und da das Becken etwas höher als breit ist, haben sie sich den Raum gut aufgeteilt. Kommt ein Betta zu nah an die Höhle, wird er äußerst energisch verjagt. Ursprünglich wollte ich die B. miniopinna und die Paros getrennt halten, da ich aber kurzzeitig ein Platzproblem hatte, weil ich 4 miniopinna Zuchtpärchen mit reichlich Nachwuchs habe, habe ich sie versuchsweise zusammengesetzt - und bin sehr erstaunt darüber, wie gut es klappt. Die Paros scheinen dadurch auch an Scheu zu verlieren, zumindest ein Pärchen läßt sich sehr gut an der Frontscheibe beobachten (die anderen haben ihre Höhle tief im Dickicht drin) und beim Futter sind die Paros energischer geworden (einer wagt sich sogar zur Oberfläche, wenn die Betta Drosophila bekommen). Es sollte eigentlich nur eine Übergangslösung sein, aber ich denke ich werde sie vergesellschaftet lassen, da ich im Moment keinen Nachteil erkennen kann.
Und ja, beide Pärchen haben Bruten und es schwimmen Jungtiere verschiedener Größe. Einige Jungtiere habe ich separiert, weitere sind im Becken bei den Eltern und wachsen sehr gut heran.

Dazu muss man sagen, das Becken ist wirklich extrem verkrautet mit viel (vor allem) Javafarn und Javamoos, zudem bilden die Mischelblumen in kurzer Zeit sehr dichte und lange Wurzeln aus, ich muss sie regelmäßig einkürzen, damit es noch schön aussieht. Somit gibt es reichlich gute Versteckmöglichkeiten für die Jungen.

Liebe Grüße
Verena


   
AntwortZitat
(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1349
 

Verena gibt eine sehr gute Schilderung einer möglichen und sicher reizvollen Paro-Gemeinschaftshaltung, bei der alle Beteiligten sich auch vermehren können. Letzteres finde ich wichtig, denn Fische bloß gemeinsam halten kann jeder; das ist langweilige Verbrauchsaquaristik. Aber eine gute Symbiose hinbekommen, bei der Jungfische auch eine Chance haben, ist schwierig (oder natürlich Glückssache). Hier ist ein solches Beispiel. Ich hoffe, dass noch andere Ähnliches berichten, weil dies Anregungen enthält, neue Betriebsweisen auszuprobieren.

Peter Finke, Bielefeld


   
AntwortZitat
Marius
(@marius)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 54
 

die Vergesellschaftung klingt wirklich sehr interessant.
Vor allem das sie so gut funktioniert macht umso neugieriger ^^
Ich hoffe, du kriegst genug linkei ins erwachsenenstadium. Ich habe selber derzeit leider nicht so viel Zeit, um mich richtig gut um meine pfleglinge zu kümmern, aber die "Parofinger" jucken dann doch jedesmal, wenn man von Nachzuchten liest ^^
So mal nebenbei: ich hatte selber lange nichts mehr an Nachwuchs außer bei meinen nagyi, kurz bevor ich sie abgegeben habe, aber jetzt hat endlich nach langem Warten mein anjunganensis Pärchen gelaicht. Das macht mich umso glücklicher, weil ich immer dachte, ich hätte zwei Männer :)
Ich hoffe die linkei Aufzucht verläuft weiterhin super !

Marius


   
AntwortZitat
Seite 2 / 2
Teilen: