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Erste Zwischenbilanz nach einem Vierteljahr

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Peter Finke
(@peter-finke)
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Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Am 1. August 2005 waren die bis dahin zehn neuen Paro-Seiten laut Zähler rund 2000 Mal aufgerufen worden. Der Renner war "Information II (Haltung und Zucht)" mit 622 Aufrufen, gefolgt von "Information I (Bestimmungsprobleme)" mit 523 Aufrufen; "Information III (Bezugsquellen)" landete mit immer noch 150 Aufrufen deutlich dahinter.

Ich finde, das ist für den Anfang keine schlechte Zwischenbilanz. Sie zeigt: Es gibt viele Aquarianer, die an den Prachtguramis interessiert sind. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn sie tauchen im Handel praktisch nicht auf, sind für ein bunt besetztes Gesellschaftsaquarium nicht geeignet, Lebendfutterfresser, Wasserspezialisten, demzufolge nicht ganz einfach zuhalten und noch etwas schwerer zu züchten. Am besten hält man sie in eher dunklen, ruhigen, kleinen Aquarien und nicht in den hellen, turbogefilterten Riesenkästen mit optisch schön arrangierten Unterwasserrabatten, die heute modern sind. Wenn man all dies bedenkt, sind 2000 Leser in knapp drei Monaten nicht schlecht. Ein hoffnungsvoller Wiederbeginn.

Was allerdings sehr auffällt, ist, dass sich nur vergleichsweise wenige Aufrufer dann auch aktiv beteiligen, indem sie selbst etwas schreiben. Zeitweise war es wie ein Ferngespräch zwischen drei, vier, fünf Personen, denen ganz viele andere interessiert, aber anonym zugehört haben. Ich habe nichts dagegen, denn so ist das mit solchen Foren. Auch auf diese Weise können nützliche Informationen verbreitet werden. Aber es wäre doch schön, wenn sich die Aktivitätsrate (zur Zeit durchschnittlich auf 15 Aufrufe ein Beitrag) noch steigern ließe. Wir alle können voneinander lernen, lesen gern von den Erfahrungen, auch den Problemen, anderer. Wir alle machen Fehler, auch ich (o ja!). Manchmal sind es wirklich Anfängerfehler, manchmal auch Rätsel: Man weiss einfach nicht, was man falsch macht.

Zur Zeit ist die Aktivitätsrate noch weiter gesunken. Das ist der Sommer, die Ferienzeit. Danach steigt sie sicherlich wieder an. Ich möchte alle, die dies lesen, ermuntern, selbst eine Frage, ein Ärgernis, ein Problem, eine Beobachtung, eine Unklarheit, eine Idee, eine bei ihnen erfolgreiche oder auch gerade nicht erfolgreiche Methode zu schildern: kurz, in normaler Sprache, damit alle es verstehen. Nicht jeder Beitrag muss hochgestochene Expertenprobleme betreffen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass viele diese Paro-Seiten lesen, obwohl sie selbst gar keine Prachtguramis pflegen. Vielleicht möchten sie es, aber es gibt Hindernisse. Welche? Oder sie hatten mal Paros, aber sie sind bei ihnen wieder ausgestorben. Was wurde falsch gemacht? Das interessiert viele. Nicht, um sich insgeheim besser zu fühlen, sondern um aus Fehlern zu lernen. Das ist der gute Sinn solcher Foren.

Also, liebe Lesergemeinde: Wenn Ihr dies lest, nach den Ferien, antwortet einfach mal hierauf. Es muss nicht gleich eine neue Rubrik sein, dadurch wird alles nur unübersichtlich. Einfach mal den "reply"-Button drücken und loswerden, warum Ihr die Paro-Seiten anklickt, was Euch hier fehlt, was Ihr fragen oder loswerden möchtet.

Aber die Zwischenbilanz ist - denke ich - erstmal sehr positiv.

Peter Finke, Bielefeld


   
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japu
 japu
(@japu)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 3
 

Hallo Peter,

ich bin einer von den Mitlesern, habe mich aber erst vor kurzem registrieren lassen. Ich habe bisher noch keine Paros gehalten, meine Interesse an diesen Fischen wurde aber auch durch euch geweckt. Bis jetzt war ich mehr in der Südamerika-Ecke unterwegs. Durch einen Umzug musste ich mich gewaltig verkleinern und habe fast alles an Fischen abgegeben und orientiere mich gerade neu. Im Moment habe ich leider nur zwei Becken, eins mit Rhinogobius wui, Hara jerdoni und Dario Dario und eins mit Sphaerichthys osphromenoides. Für das Schokobecken würde ich gerne noch etwas Gesellschaft haben und habe dabei auch an die Paros oder kleine Boraras gedacht. Ich kann also zur Zeit noch keine Erfahrungen teilen aber sehr viel aus diesem Forum lernen. Ich hoffe das wird sich noch ändern.
Das alles nur mal so zur kurzen Info.

Gruß
Jan


   
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Peter Finke
(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Jan, schön, dass Du einfach mal etwas erzählt hast. So wie Dir geht es wahrscheinlich auch anderen. Und zum Lernen und Erzählen ist ein solches Forum ja auch gut geeignet.
Im Prinzip könnte man natürlich einige Parosphromenus mit Sphaerichthys vergesellschaften. Kannst Du denn die Schokos auf Dauer gesund halten? Das ist ja gar nicht so einfach. Ich hatte auch lange Probleme damit.

Peter Finke, Bielefeld


   
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japu
 japu
(@japu)
New Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 3
 

Hallo Peter,

ich hatte anfangs 5 Schokos, aus verschiedenen Geschäften. Den ersten habe ich geschenkt bekommen, da er schon länger alleine war. Da ich schon immer mal Schokos halten wollte habe ich die Gelegenheit wahr genommen. Vollentsalzer und eingefahrenes Becken waren vorhanden. Zu dem einzelnen Schoko habe ich dann weitere aus wieder zwei anderen Geschäften dazugeholt. Das Becken habe ich mit vollentsalztem Wasser betrieben, lediglich ein wenig Leitungswasser dazu und mit Erlenzapfen schön teebraun gefärbt. Die Tiere fühlten sich auch anfangs sichtlich wohl, färbten sich schön braun und entwickelten teilweise schöne rote Flossen.
Die semiadulten Tiere wuchsen recht zügig und es kristalisierte sich ein Chef aus der Gruppe heraus, der zuerst fressen durfte und das Fressen auch rigoros verteidigte. Gefüttert wurde mit allem was zappelt, Artemianauplien, ML, Enchytreen und Tümpelfutter, also recht abwechslungsreich.
Mit der Zeit konnte ich beobachten, wie sich zwei Tiere ab und zu an Pflanzen schupperten. Trotz noch intensiverer Wasserwechsel konnte ich diese beiden Tiere nicht mehr retten und sie verstarben kurz hintereinander, obwohl äusserlich keine Krankheitsanzeichen erkennbar waren (jedenfalls für mich), sie waren lediglich blasser als die anderen Tiere. Das war etwa vor einem halben Jahr, die übrigen drei Schokos leben seit dem ohne Probleme bei mir und haben auch den Umzug von Hamburg nach Berlin sehr gut überstanden. Vielleicht war es ein Problem, dass ich in dem AQ vorher einen ganzen Schwung Panzerwelse aufgezogen habe und dadurch bereits Erreger im AQ waren, vielleicht waren sie auch schon beim Händler krank?
Ich würde die Gruppe auch gerne wieder aufstocken, am liebsten mit Fischen aus privater Nachzucht, da ich im Moment beruflich aber sehr eingespannt bin, werde ich da noch etwas verschieben und warten bis ich augenscheinlich gesunde Tiere bekomme.

Welche Paros wären denn besonders für eine Vergesellschaftungen geeignet und wie groß müsste das Becken dafür sein? Habe im Keller noch ein 2x0,4x0,4 m Becken stehen, in dass die Schokos eigentlich bald einziehen sollten, das sollte eigentlich reichen.

Gruß
Jan


   
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Peter Finke
(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Habe im Keller noch ein 2x0,4x0,4 m Becken stehen, in dass die Schokos eigentlich bald einziehen sollten, das sollte eigentlich reichen

Heißt das, diese Becken ist 2 Meter lang? Mein Gott, das ist für Paros eigentlich viel zu groß. Zu große Aquarien gibt es ja eigentlich nicht, aber de facto gibt es sie doch. Du findest sie dort kaum wieder und kannst sie nicht richtig füttern. Becken von 40 bis 80 cm Länge sind ideal; dort kannst Du sie einigermaßen gut beobachten. Und welche Art? P. paludicola ist einigermaßen wenig empfindlich, aber auch nagyi oder den noch unbeschriebenen "Manis-Mata" würde ich empfehlen. Jedenfalls nicht ornaticauda, parvulus oder manche bintan-Formen.

Viel Erfolg! (PF; nach dem Schreiben dieser Nachricht für 12 Tage verreist).

Peter Finke, Bielefeld


   
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Norbert
(@norbert)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 195
 

Herzlichen Glückwunsch!

2000 Zugriffe binnen eines guten Vierteljahrs - das zeigt, wie sich Engagement auszahlt! Praktisch aus dem Dornröschenschlaf heraus hat sich eine kleine, aber sehr aktive AG entwickelt, an deren Erfahrungsaustausch viele Interessierte partizipieren. Ich kann nur Peter Finkes Aufruf unterstützen: Paros-Fans outet euch! O-

Wir haben nun drei echte AGs (wobei sich die ebenfalls gute Arbeit der AG maulbrütende Betta leider hier im Forum weit weniger niederschlägt), die die IGL in ihren selbstgesteckten Aufgaben voran bringen. Vielleicht "erwachen" noch weitere, dass das Interesse vorhanden ist, zeigt sich ja deutlich im Forum. Aber wie bei allem steht und fällt das mit dem Zugpferd. Wir könnten gut noch ein paar solche Finkes, Kaneles und Dickmanns gebrauchen.

Weiterhin viel Erfolg!
Norbert Neugebauer
Präsident


   
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Peter Finke
(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Einige Leute schreiben mal etwas, aber dann sind sie wie vom Erdboden verschwunden. In diesem Postkorb ist das so mit dem "japu" und mit "Knut". Beide haben sich nicht mehr gerührt, nachdem ich auf ihre mails geantwortet habe. Gibt's Euch noch, Japu und Knut? Hats Du, Japu, inzwischen Paros in Deinem Riesenbecken schwimmen? Oder hast Du ein kleineres für die daneben aufgestellt? Und Knut: Hast Du inzwischen geklärt, welche Seite Du eigentlich suchtest?
Inzwischen ist ja weit mehr als ein Vierteljahr Erfahrungen mit den neuen Paro-Seiten vergangen. Eine neue Zwischenbilanz wäre jetzt, gegen Ende 2005, fällig. Wie seht Ihr denn, die Leser, diese Zwischenbilanz? Mir fällt immer noch auf, dass offenbar ganz viele lesen, aber nur ganz wenige schreiben. Aber gelesen werden die neuen Paroseiten offenbar fast massenhaft. Wie kommt das?
Wenn mir eins wichtig ist bei ihnen (und ich denke, das ist auch bisher einzuhalten gelungen), dann ist es Sachlichkeit. Es sind keine Schwatzseiten. Wer chatten will, kann das anderswo tun. Mir ist wichtig, dass interessante Informationen ausgetauscht werden, und zwar über Prachtguramis. Für andere Fische und andere Probleme gibt's andere Seiten. Ich nehme an, dass diese Sachlichkeit, an die sich bisher alle gehalten haben, die hier etwas beigetragen haben, eine Erklärung dafür ist, dass offenbar viele diese Paro-Seiten lesen. Aber ich wüßte gern, wie sie auf die Leser selbst wirken. Dazu aber müßten sich mal einige äußern.

Peter Finke, Bielefeld


   
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