Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

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Interesse an Paros

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Matthias H.
(@matthias-h)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 251
Themenstarter  

Hallo,
das die Intensivzüchter zurückgehen, kann ich nachvollziehen:
Im letzten Jahres habe ich mich entschlossen, meine Aquaristik auf die Paros zu konzentrieren. September hatte ich das Glück, 4 Paare (linkei und quindecim) von Thorsten kaufen zu können. Sehr vitale Tiere, wie sich bald herausstellte.
Jedes Paar bekam ein etwa 50L fassendes Becken und mittlerweile habe ich (grob geschätzt) um die 100 Tiere.
Als alles zur Abgabe bereit war (mich eingeschlossen), habe ich Micha (Verteiler PP) informiert. Darauf hin kam eine Anfrage für ein (!) Paar quindecim.
Als ich den Interessenten informierte, dass ich nicht versende, kam nix mehr.
Auch auf Nachfrage nicht.
Nun, ich muss die Tiere nicht unbedingt verkaufen. Aber ich werde angesichts der Zahl an NZ auch nicht mehr intensiv ansetzen.

Liebe Grüße,
Matthias
IGl 106


   
Zitat
 emha
(@emha)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 693
 

..dem Ur-Thema zu hat.

Hallo Matthias,

ja, Du hast (leider) recht. Allerdings liegt das z. T. etwas daran, dass eine zu hohe Erwartungshaltung durch den aktuellen Hype um Paros erzeugt wurde. Auch ich musste diese Erkenntnis gewinnen, dass man "dosiert" und vor allem für sich selbst züchten sollte. Der Bedarf an Paros durch ernsthafte und fähige Paro-Liebhaber ist eben auch sehr, sehr schnell erschöpft.

Ich persönlich gebe mittlerweile meine nur noch "passiv entstandenen" Überschüsse ab,

- um sie in gute Hände loszuwerden
- um jemand , der sich wirklich dafür interessiert, die Möglichkeit zu geben, an die Fische zu kommen (wir erinnern uns ja noch, als wir anfingen).

Das geschieht in der IGL durch den losen bis regelmäßigen Kontakt in der Paro-AG und im Rahmen der IGL-Tagungen/Börsen. Das es dafür ein paar Kröten gibt ist eine Anerkennung und beruhigt das Gewissen gegenüber der hohen Stromrechnung oder den Aufwand zur Tagung zu fahren. Allerdings machen die Börsen auch viel Spaß. Und oft spürt man das Glück dessen, der seine gesuchten Fische bekommt. Manchmal nimmtr man die Fische aber auch wieder mit heim.

Leute von außen dazu zu holen (als Abnehmer) ist nur begrenzt möglich und m. E. in der Praxis (und reellen Durchführung) mühsam. Peter Finke versucht das ja im PP. Ich denke auch da ist der Erfolg ziemlich eingeschränkt, wenn man Aufwand mit dem Erreichten abgleicht.

Geld kann man mit diesen Fischen nie verdienen. "Anerkennung" schon.
Dennoch halte ich es für zwingend erforderlich eine Schutzgebühr (unabhängig vom eigentlichen Preis der Fische) zu nehmen. Diese und die hinzukommenden Versandkosten trennen beim Interessenten meist "Spreu von Weizen". Da die Summen insbesondere bei Versamd leicht zu hoch werden, ziehen die unsicheren Kandidaten zurück. Was m. E. gut für die Paros ist. Daher verspreche ich anderen nichts und habe selbst keine allzu hohen Erwartungen und züchte in allererster Linie für mich (und die Kollegen der IGL-Paro-Gruppe). Die Tagungen/ IGL-Börsen bieten sich als Gelegenheit zur Übergabe/ Verkauf an und machen vor allem noch Spaß.

Es ist schade, aber besser als die Viecher zu verramschen oder zu verschenken. Denn das ist ihr (unmittelbares) Todesurteil.

Martin Hallmann


   
AntwortZitat
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