Interessant wäre m.M. nach noch die Fragestellung, ob die kolloidale Wasserfärbung den Phänotypus unserer Tiere beeinflusst, wie es z.B. bei Betta coccina der Fall war (DONOSO-BÜCHNER). Wenn ich mich recht erinnere, wurde bei diesen eine Abnahme der roten Grundfärbung und ein Verschwinden des Seitenflecks beobachtet, wenn sie nicht in Schwarzwasser gehalten wurden.
Thomas
Zwar habe ich keine Erfahrung mit Walnuss-Blättern bei Parosphromenus, aber eine 11-tägige Erfahrung in 2 anderen Aquarien, die ich euch gerne vorstellen möchte.
Ich habe gestern dieses Thema hier zufällig gefunden und vorher außer dem Tipp ich könnte auch Walnuss-Blätter im Aquarium verwenden nichts über das Thema gewusst (manchmal, aber sehr selten, mache ich dann solche Schnellschüsse, dass ich etwas versuche, ohne mich vorher vernünftig zu informieren.
Ich habe aus 2 Gründen gestern abend die Walnuss-Blätter entfernt:
1. weil ich hier gelesen hab, dass möglicherweise die Fruchtbarkeit der Nachkommen beeinträchtigt werden könnte (was mir ziemliche Sorgen bereitet)
2. weil die Blätter jetzt, nach 11 Tagen bereits beginnen sich zu zersetzen (sie sind grundsätzlich sehr lapprig, abersie beginnen nun bereits erste durchsichtige Stellen zu bekommen, im Gegensatz zum gleichzeitig eingebrachten Eichenlaub (und Buchenlaub in einem anderen Aq.)).
Entgegen anderer hier geschilderter Erfahrungen sind sie bei mir nicht geschimmelt (dagegen manche Eichenblätter schon!).
Beide Aquarien haben die Maße 40x20x25, sind mit 15l Regenwasser gefüllt, 1cm Aquarienkies der Körnung 3-4mm, 1 Hand voll Torf, 1 EL Torfgranulat, 1 Javafarn, Wasserlinsen, einige Blätter Eichenlaub, ein etwa 10x10cm Stück Seemandelbaumblatt, T=23-25°C, pH im Bereich um 5 (zwischen 4 und 5, aber meine pH-Skala geht nur bis 5). gefiltert wird mit luft betriebenem Filter mit Schaumstoffpatrone. Die Blätter wurden in beiden Aquarien gleichzeitig eingebracht.
Aus Übersichtsgründen werde ich jetzt für jedes Becken einen extra Post machen, ich versuche dabei so gut wie möglich auch eure bisher diskutierten Ansätze zu betrachten:
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode
IGL120
Aquarium1:
Eine Dosierung war mir nicht bekannt, auch nicht dass die Blätter "medizinische" Wirkung im extremen Sinn haben (können), nur, dass sie wohl wie auch viele Andere Substrate Keimhemmend wirken sollen, deshalb bitte nicht erschrecken!
Also In diesem Aquarium pflege ich 1,1 Betta tussyae "Kuantan", außerdem sind in diesem Becken Salvinia vorhanden, im anderen nicht.
Ich hatte in dem Becken 10 Walnussblätter zwischen 8 und 15cm. Die Blätter waren frisch vom Baum gefallene, braune in guter Festigkeit. Sie lagen in einem Garten auf der Wiese und waren bereits vom Regen durchnässt.
Wasser: leider kann ich hier keine differenzierten Angaben machen, welche genaue Wirkung (Wasserwerte, Färbung) die Walnuss-Blätter haben, da Torf und Eichenblätter das Wasser ebenfalls ansäuern und färben.
Fische: Das Paar ist sehr harmonisch in seinem Sozialverhalten, keine Aggresivität. Sie sind nicht scheu, halten sich gerne im Bereich der Deckung (Kokoshöhle, Filmdöschen, Javafarn, Blätter) auf, nutzen aber auch den freien Wasserkörper oft und zeigen gegenüber menschlicher Aktivität vor dem Aquarium keine Angst. Das Männchen trägt stets die Prachtfärbung, nur beim Hantieren im Aquarium trägt er für kurze Zeit sein Streifenmuster.
Trotz abwechslungsreicher Fütterung mit Artemia(selten), Weißen MüLa, Daphnien und Cyclops (alles lebend) zeigt das Weibchen keinen Laichansatz. Das Männchen hat ein mageres Schaumnest in einer schwimmenden Filmdose gebaut und verteidigt es gegen einen kleinen Pinsel (mit dem ich Artemia verfüttere) wenn diese in die Nähe des Filmdöschens kommt.
Eine höhere (oder niedrigere) Frequenz des Luftholens an der Oberfläche mit oder ohne Walnussblätter konnte nicht festgestellt werden.
Ein negativer Einfluss auf die Fische (Sozialverhalten, Wohlbefinden) ist nicht erkennbar, ob die fehlende Entwicklung eines Laichansatzes beim Weibchen mit den Walnussblättern zusammenhängt kann ich nicht beurteilen, werde ich aber vielleicht irgendwann noch herausfinden.
Pflanzen:
Javafarn: Das Wachstum (Blattgröße) des Javafarns erfolgt im mir bekannten Maße gleich dem üblichen Wachstum. Die Neubildung von Blättern und das Wurzelwachstum scheint mir allerdings sehr langsam voranzuschreiten.
Allerdings kann ich in dem Becken mehrere aus Sporen gekeimte junge Javafarne entdecken, die ein rasches Wchstum zeigen!
Wasserlinse: Wachstum (Blattgröße, Wurzellänge und Vermehrung) der Wasserlinse erfolgt im selben maße wie in allen anderen Becken mit gleichem Licht und "gleichem" Ausgangswasser, unabhängig vom Vorhandensein der Walnuss-Blätter.
Salvinia: Die Salvinia haben ihre Blattanzahl im Beobachtungszeitraum von 7 auf etwa 40 erhöht und zeigen ein gutes Wurzelwachstum. Allerdings habe ich hier keine Vergleichsmöglichkeit, da es das einzige Aqarium mit Salvinia ist.
Fazit: Außer beim Wurzelwachstum und der Blattneubildung des Javafarns ist kein negativer Einfluss auf die Pflanzen festzustellen.
Schnecken: Ich weiß nicht genau welche Schnecken es sind (Größe der ausgewachsenen Schnecken 3-6mm, rundlich mit spitz zulaufendem Haus) und kann leider auch keine Ausgangsanzahl angeben.
Die Schnecken vermehren sich mäßig, es scheint, als wäre ihre Vermehrung ein wenig gebremst 8allerdings ein sehr subjektiver Eindruck!). Aber es werden mehr, wenn auch nur langsam.
Soviel zu Becken1
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode
IGL120
Aquarium2:
In diesem Aquarium pflege ich 1,1 Betta uberis "Kubu", außerdem ist in diesem Becken eine kleine Moorkienwurzel vorhanden, im anderen nicht.
Ich hatte in dem Becken 5 Walnussblätter zwischen 8 und 12cm.
Die Blätter wurden unter den exakt selben Bedingungen und im selben Zustand gesammelt wie die aus Becken1.
Entsprechend der Grundausstattung des Aquariums kann ich auch hier zum Einfluss auf das Wasser keine Aussagen treffen.
Fische: Das Männchen ist grundsätzlich recht rabiat dem Weibchen gegenüber. Er trägt immer sein volles Prachtkleid. Beide sind dem Betrachter gegenüber nicht scheu, fressen gut , nur das Weibchen hält sich auf Grund der Agressivität des Männchens meist in der Deckung auf.
Das Weibchen hatte sehr schnell einen Laichansatz, wobei es nicht zum Laichen kam, das Männchen war sehr agressiv und verkloppte das weibchen stets. Ich habe mir das 1 Woche lang angeschaut, dann 80% Wasserwechsel und die Walnussblätter rein. Am nächsten Morgen wurde gelaicht...(was aber sicher nicht mit den Blättern sondern mit dem Wasserwechsel zusammenhängt!!)
Beim ersten Laichen wurden etwa 60 Eier abgegeben, Schlupfrate bei nahezu 100%!!!! nach sechs Tagen (vor dem Ausschwimmen der 1.Brut) wurde erneut gelaicht, etwa 40 Eier, auch hier nahezu 100% Schlupfrate, bereits fünf Tage später (heute) wurde wieder gelaicht (die Larven der 2.Brut haben noch Dottersack, wurden aber beim Laichvorgang fast alle aus der Filmdose gewirbelt und hängen jetzt überall im Becken verteilt an Scheibe, Blättern, etc.), über die Eizahl kann ich noch nichts sagen.
Die Jungen der ersten Brut wurden geteilt, etwa 35 (im Aufzuchtbecken maximal 32 gezählt, dazu später mehr) wurden separiert, die restlichen ca.25 (maximal 26 gezählt, möglicherweise aber auch 1 oder 2 mehr, da zwischen Schaumblasen und Eiern der 2. Brut nicht mehr so gut zu erkennen) wurden im Filmdöschen belassen. Diese nutzen das komplette Elternbecken (auch den freien Schwimmraum!), leben noch, sind gut genährt und sehr aktiv.
Im Aufzuchtbecken (Vorratsdose aus klarem Hartplastik, 0,6l tatsächlicher Wasserkörper, 5mm Torf, etwas Javamoos, einzelne Wasserlinsen, 2 Walnussblätter von je 7cm, Wasser aus Elternbecken) kann die genaue Zehl der Jungen nicht ermittelt werden, Zählungen schwanken zwischen 12 und 31, da sich die Jungen überall aufhalten und bei "Gefahr" im Torf abtauchen.
Bereits nach 8 Tagen (vom Schlupf an gezählt) ist bei den Jungen der 1.Brut im Eltern- wie auch im Aufzuchtbecken eine deutliche Wachstumsdifferenz zu erkennen, so haben die kleinsten nur etwa 3/5 der Körperlänge der Größten, obwohl alle stets gut genährt erscheinen.
Ob diese Wachstumsunterschiede etwas mit dem Walnuss-Laub zu tun haben kann ich derzeit nicht beurteilen, ich möchte sie dennoch feststellen.
Pflanzen:
Javafarn: Hier zeigt sich absolut keine Einschränkung im Wachstum, im Gegenteil ich habe noch kein derartig schnelles Wurzelwachstum gesehen und auch die Zahl der Blattneubildungen und die Blattwachstumsgeschwindigkeit ist phänomenal! Wohl gemerkt, diese Pflanze ist vom gleichen Stock wie die aus Becken 1 abgetrennt und hatte anfangs die gleiche Größe!
Wasserlinse: Wachstum (Blattgröße, Wurzellänge und Vermehrung) der Wasserlinse erfolgt im selben maße wie in allen anderen Becken mit gleichem Licht und "gleichem" Ausgangswasser, unabhängig vom Vorhandensein der Walnuss-Blätter.
Schnecken: Es handelt sich um die gleiche Art wie in Becken 1, jedoch ist hier (Aquarium 2) eine schnelle, ungehinderte Vermehrung zu verzeichnen.
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode
IGL120
Zu guterletzt noch ein kleiner Zusatz:
In einem Aquarium mit 40l Wasserinhalt pflege ich seit 4 Tagen Betta albimarginata. dieses Becken war schon vorher eingelaufen und hierin befanden sich seit 3 Tagen vor bis 3 Tage nach Besatz mit den Fischen 10 Walnussblätter zwischen 10 und 15cm Größe. Die Tiere zeigten keine negativen Reaktionen, färbten sich sehr schnell nach dem Einsetzen ein und zeigen ein gutes Sozialverhalten, sowie keine Anzeichen von Unwohlsein.
Wie gesagt, seit gestern sind vorsorglich alle Wlanussblätter aus den Becken entfernt, auch die aus dem Aufzuchtbecken!
Ich würde gerne ein paar neue Erfahrungen von euch lesen und auch gern über meine diskutieren.
Ich bin mir voll bewusst, dass solch ein "Kurzzeitversuch" (auch wenn es nicht als Versuch gedacht war sondern aus Dummheit gemacht wurde) keine guten Ergebnisse bringt und schon gleich nichts über mögliche Langzeitschäden aussagt.
Vielen Dank schon mal für eure Geduld beim Lesen, ich hoffe ich konnte hiermit die Diskussion zu diesem wie ich finde spannenden Thema wieder beleben!
viele Grüße, Richard
P.S.: Ich habe die Beiträge sehr oft editieren müssen, um sie übersichtlicher zu gestalten, und da ich mich im Zeitraum geirrt hatte. jetzt stimmt aber alles und ich hoffe es ist auch übersichtlich genug!
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode
IGL120
Richard, vielen Dank für Deine Mühen, dies alles so zu dokumentieren, dass vielleicht andere davon auch einen Nutzen haben. Ich kann jetzt nur ganz kurz antworten, da ich auf dem Sprung zu einer Tagung bin.
Mich hat die Zahl der Blätter geradezu erschreckt, die Du in diese kleinen Becken gegeben hast. Da bisher die genaue Wirkung von Walnussblättern auf Fische nicht bekannt ist, hätte ich nur ein bis höchstens zwei Blätter pro Becken genommen. Aber nach dem ersten Augenschein haben sie ja keine ganz schlimmen Ergebnisse erbracht. Von Buchen- oder Eichenblättern kann man ohne Bedenken etwa 10 bis 20 in ein solches Becken einbringen, aber sie scheiden ja auch kein Juglanin aus, dessen Wirkung auf Fische nicht bekannt ist.
Warten wir mal die Diskussion ab. Es kann ja sein, dass die Blätter schon tlw. ausgelaugt waren, da sie - wie Du schreibst - auf einer regennnassen Wiese lagen. Bestätigen kann ich, dass die Haltbarkeit der W.blätter wesentlich geringer ist als etwa gut getrockneter Seemandelbaumblätter oder auch Buchen- und Eichenblätter.
Leider jetzt keine Zeit mehr!
Peter Finke, Bielefeld
Ja, das kann ich mir gut vorstellen, mich hat es selbst auch erschreckt, als ich eure Diskussion gelesen hab und da eben eine so vorsichtige Dosierung schon umstritten ist.
Ausgelaugt waren die Blätter denke ich eher nicht, da ich nur wirklich frisch abgefallene genommen habe (maximal 1-2 Tage am Boden liegend, konnte ich gut feststellen, da erstens alte Blätter weggerecht wurden, zweitensdie Blätter noch sehr fest waren). Nass waren sie auch nur, weil es an dem Tag die ganze Zeit leicht geregnet hat.
Insgesamt sehe ich, wenn ich das Pflanzenwachstum, vor allem beim Javafarn betrachte, dass 10 Blätter "überdosiert" sind, 5 Blätter zumindest auf den kurzen Zeitraum durchaus positiv gewirkt haben.
Ich habe auch vor in den kommenden 1-2 Jahren hierzu noch Versuche zu machen, um evtl Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und Diagnosen zur längeren Verwendung der Blätter machen zu können. Ich denke aber grundsätzlich sollte man die Walnussblätter nicht länger al maximal 3 Wochen im Aquarium lassen, sondern sie noch vor oder bei eintretender Zersetzung sofort entnehmen, bzw austauschen.
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode
IGL120
Hallo
Falls Die Blätter wirklich 1-2Tage im (wenn auch nur leichten) Regen lagen, so können sie schon recht viel verlohren haben. Ich habe mal bei erlenzapfen beobachtet, dass ein leichter schauer reicht um fast die kompletten Gerbstoffe auszuwaschen.
Ich hatte Erlenzapfen nach einer langen Trockenperiode gesammelt und einige ins Aq getan. Daraufhin fingen sie sofort an ihre Inhaltsstoffe freizugeben.
Zwei Stunden später wollte ich mehr sammeln, da sie so gut funktioniert hatten. Nun da fing es gerade an zu regnen. Nach etwa zwei Weiteren Stunden hatte es wieder aufgehört und ich ging los um sie zu sammeln.
Sie hatten wenn überhaupt noch 1/10 der (sichtbaren) Wirkstoffe.
Buchen und Eichenblätter verwende ich uneingeschränkt, Walnussblätter verwende ich fast garnicht mehr, da sie sich bei mir sehr schnell zu seiner Art Schleim zersetzen.
Lg
Gruß Bennie
Ich liebe Tiere ![]()
IGL: 207
Hallo zusammen,
Schnecke und Jungfische habeneines gemeinsam: Einen relativ großen Bedarf an Calcium-Ionen. Liegt hier vielleicht der Grund für die beobachteten Phänomene, dass von den sowieso im Weichwasser schon seltenen Calciumionen ein großer Teil von den Walnussblättern bzw. den darin enthaltenen Stoffen gebunden werden und den Tieren nicht mehr zur Verfügung steht?
Gruß, Klaus
Möglicherweise ist das ab einer großen Menge Walnussblätter der Fall, allerdings dürfte diese Grenze dann irgendwo bei 10 10cm großen Blättern auf 20l liegen, wenn ich das jetz mal so pauschal abschätze (was natürlich sehr unseriös ist, da Inhaltstoffkonzentrationen ja sehr unterschiedlich von Blatt zu Blatt und denganzen schon diskutierten anderen Faktoren sind...).
Bei dem 5-Blatt-Aquarium ist ja die Schneckenvermehrung sehr sehr gut und auch die Jungen fühlen sich pudelwohl, wobei natürlich auch hier kein Langzeitversuch vorliegt.
Eine weitere Theorie wäre, dass die Calciumionen ab einem bestimmten Zersetzungszustand erst gebunden werden und dass dieser bei höherer Blattzahl aus irgendwelchen Gründen schneller erreicht ist und somit im gleichen Zeitraum durch die unterschiedlichen Zersetzungsstadien beider Becken im einen noch (fast) keine und im anderen schon sehr viele Calciumionen gebunden werden.
Das wäre dann so zu erklären, dass die Ca-Ionen nicht durch primäre, sondern durch sekundäre Abbauprodukte gebunden würden, welche bei eben höherer Blattzahl schneller entstehen.
Dass primär entstehende oder freigesetzte Stoffe hierfür verantwortlich sind halte ich deshalb für unwahrscheinlich, da ja eben im 5-Blatt-Aq ein stärkere Schneckenvermehrung als gewöhnlich stattfindet, wobei bei der doppelten Blattzahl eine deutlich geminderte Vermehrungsrate zu verzeichnen ist.
Oder aber es hat nichts mit den Ca-Ionen zu tun und es werden Stoffe (wahrsch. primär) freigesetzt, welche eben Pflanzen und Schnecken sogar begünstigen, wobei irgendwo zwischen dem 5. und 10. Blatt eine Sättigungsgrenz liegt, bei deren Überschreiten sich die Wirkung zum negativen kehrt.
(ähnlich wie bei Torf, der für viele Pflanzen im Blumenbeet in geringer Menge beigemischt ein Segen ist, würde man die Pflanzen ins Hochmoor setzen wären sie aber nach 2 Tagen kaputt)
Alles nur Theorie, leider, aber dennoch mögliche Ansätze zu weiteren Versuchen...
leider besitze ich nicht die Möglichkeit umfassende Wasseranalysen durchzuführen, sollte sich hier im Laufe meines Studiums die Möglichkeit ergeben die Geräte der FH zu nutzen, dann werde ich sicher nicht zögern und ein paar Versuche aufbauen!
Was mich vor allem überrascht hat, war die extreme Schlupfrate, denn so weit ich mich erinnere hatte ich nie Schlupfraten über 80% auf die Anzahl der gelaichten Eier bezogen, egal bei welchen Fischen.
Oder ist das bei B.uberis normal? hat da jemand Erfahrung?
viele Grüße, Richard
das 3. Gelege im Walnusswasser (auch wenn die Blätter nun schon draussen sind) umfasst etwa 40 Eier, soweit es erkennbar ist.
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode
IGL120
Ich wäre (durch eigene negative Erfahrungen begründet) sehr vorsichtig mit Betta albimarginata / channoides und viel Gerbstoffen. Das kann tierisch schiefgehen. Gering dosieren ist da wichtig, bzw. Klarwasser ist eher angebracht. Paros und kleine rote Betta lieben es offenbar bzw. es schadet definitiv nicht.
Martin Hallmann
Die albis mussten die Walnussblätter auch nicht lang ertragen...
Bei denen hab ich nur noch Buchen und Eichenlaub drin, aber sie fühlen sich anscheinend pudelwohl, so dass ich momentan davon ausgehe dass das schon passt...
Aber danke für den Hinweiß, sollte mal was sein kommt als erstes das Laub raus und dann wird Wasser gewechselt!
Gruß, Richard
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode
IGL120
Richard: Wie sind denn die Erfahrungen jetzt fast zwei Wochen später?
Peter Finke, Bielefeld
Wie ich schon geschrieben hab sind ja die Walnussblätter überall draußen.
Bei den B. tussyae ist alles wie gehabt, keine Anstalten zu laichen...
B.uberis haben das letzte (das 3.)Gelege 1 Tag nach dem laichen "verloren" (kaputt, schnecken, selbst gefressen???), den Jungen im Becken geht es gut , auch wenn sie selten zu sehen sind. Die separierten Jungen wachsen recht schnell.
Ich habe im Elternbecken inzwischen gut die Hälfte des Wassers ausgetauscht, ob die Laichpause auf Reststoffe der Walnuss zurückzuführen ist weiß ich nicht. Aber die beiden alten zeigen das gleiche Bild wie die tussyae, also wäre es gut möglich dass die Blätter schuld sind (hab leider nicht genug Aquarien um hier einfach ein Umsetzen in anderes Wasser zu probieren, zu starker WW geht wegen den Jungen nicht)
Die albimarginata haben inzwischen 1 mal gelaicht (vor 13 Tagen) das Männchen hat noch 1-5 Eier oder evtl schon Larven im Maul.
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode
IGL120
Hallo,
ich möchte dieses Thema hier mal wieder beleben. Genauso gut hätte ich meinen Beitrag unter "INFORMATION II: HALTUNG UND ZUCHT" oder "Huminstoffe" posten können. Aber den Begriff "Zimt" habe ich nur in diesem Thread gefunden.
Ich möchte hier auf einen für uns sehr interessanten Artikel in der aktuellen Datz (2/2009) hinweisen. Der uns allen bekannte und geschätzte Autor und Referent Gerhard Ott hat über "Zimthörnchen im Aquarium" berichtet (S. 22 bis S.25). Für uns Parofreunde wieder ein natürliches Dekorationsmittel mehr mit zusätzlichen Vorteilen (Bruthöhle, Anreicherung von Huminstoffen).
Sehr lesenswert.
Gruß Michael
fischmichi
Michael Müller
"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)