Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

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Umsetzen von Prachtguramis

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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Ich musste heute eines meiner kleinen Paro-Becken (12 Liter) neu einrichten, da es mittlerweile zu stark veralgt war. In ihm befand sich ein früher von mir selbst nachgezogenes Paar echter deissneri vom Fundort Bangka 7 (Brown). Tatsächlich fanden sich dann noch zwei kleine Jungfische. Dies erinnerte mich daran, wie ich einstmals dieses Paar fand. Es war im (kleinen) Becken ihrer Eltern, bei denen das Weibchen leider an Oodinium eingegangen war und ich nach dem Herausfangen des Männchens und dem Leeren des Beckens ebenfalls zwei kleine Jungfische fand: das jetzige Paar.
Was ich aber fragen wollte, ist: Wie setzt Ihr Paros um? Jeder hat da seine Technik. Befinden sich die Fische im Plastikbeutel, schneide ich meistens die zugebundene Seite ab und lasse den ganzen Restbeutel mit den Fischen schwimmen. Oft - wie diesmal - gebe ich die Fische mit ihrem Ursprungswasser aus dem Netz in ein Trinkglas und lasse dies schwimmen. Meistens gleiche ich das Wasser jetzt nur eine halbe Stunde lang an, was ziemlich wenig ist. Dies sollte man nicht nachmachen! Es kann immer noch zu schnell sein. Deshalb habe ich mir heute viel mehr Zeit gelassen, nämlich drei Stunden. Die Fische bekommen ja einen nahezu vollständigen Wasserwechsel, in diesem Falle noch mit einer deutlich pH-Absenkung verbunden (von etwa 6.5 auf etwa 5.5; ein ganzer Wert ist die zehnfache Säure, das ist nicht wenig!).
Wie macht Ihr es? Habt Ihr, wie ich es auch schon gesehen habe und bei mir immer noch vermisse, ein spezielles Gefäß, das sich besonders gut fürs Einhängen und allmähliche Wassertauschen eignet, odersucht ihr auch - wie ich - immer herum, bis Ihr etwas gefunden habt? Dieses Umsetzen kommt ja häufig vor und man sollte es bei empfindlichen Fischen möglichst professionell machen. Man macht aber immer wieder Fehler. Auch davon zu berichten könnte sich lohnen.

Peter Finke, Bielefeld


   
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helene
(@helene)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 127
 

Ich bin nicht ganz stoltz meine antwort, aber doch, - vielleicht ist das doch auch eine erfahrung :oops:
Wenn ich umsetze paros mache ich das einfach direct von alte becken zu neue becken. Meistens nehme ich vielleicht ein grosse teil wasser von die alte becken, zum beispiel ein viertel, oder mehr. Ích habe das mit jungfische gemacht, und mit erwaschende fische gemacht, und niemals mit probleme.
Neue fische - dann mache ich selbe wie du, Peter, langsam, und in die plasticbeutel, aber für umsetzen nicht.
Wenn man von ph6.5 zu 5.5 gehen will ist auch klar das man muss langsam machen, - ich benutze einfach oft kleine plastic behaltere (meisten so welsche einmal ist gekauft als tun-salat, oder so etwas - ) - dann liege ich diese im überfläcke mit etwas über.

kind regards helene
P.parvulus, P.quindecim, P.harveyi, P.sumatranus, P.anjunganensis, P.linkei, P.deissneri, P.Nagyi, P.sp.Nagyi(?)


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

... dann liege ich diese im überfläcke mit etwas über.

Liebe Helene, wir haben alles gut verstanden, aber dies nicht. "Überfläcke" gibt es im Deutschen nicht. Was meinst Du? Sagst Du es mal auf Englisch?

Peter Finke, Bielefeld


   
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(@ralf-nelles)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 31
 

Moin,

empfindliche Fische werden immer getröpfelt.
Das heißt die Fische mitsamt dem Wasser aus dem Transportbeutel kommen in ne passende Geobox. Dann wird ein 4/6er Schlauch mit einem Ende ins zukünftige Aquarium, das andere Ende in die Geo Box gehangen. dazwischen befindet sich ein gardena Drip Absperrhahn.
Kurz ansaugen und dann, je nach Wasserunterschied bis zu 8 Stunden lang langsam tröpfeln lassen.
Vom Wasser geben mit Glas habe ich mich verabschiedet, weil just in dem Moment wo man Wasser zu den Fischen tut der Schock und die Umstellung für die Fische groß ist und die Zeit bis zum nächsten wasser zu tun eigentlich nur noch der Erholung dient.
Mit dem tröpfeln gehts langsam gleichmäßig ohne größeren Schock.


   
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hallo
(@hallo)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 343
 

Hallo
Ich mache es ähnlich wie Ralf. Ich tue die Fische mit ihrem Transportwasser in ein Plastikgefäß hänge einen Luftschlauch in das zukümpftige Aquarium und reguliere die Wasserzufur mit einem Absperrhahn.

Dann lege ich meist noch ein Handtuch oben drauf damit kein Fisch rausspringt. Außerdem bilde ich mir ein, dass sie im Dunklen weniger Stress haben.

Gruß
Bennie

Gruß Bennie

Ich liebe Tiere :)

IGL: 207


   
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helene
(@helene)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 127
 

:) überfläcke = surface .. I put the little container into the tank, where it lies at the surface of the water, - in the top, so that the temperature slowly adjust

kind regards helene
P.parvulus, P.quindecim, P.harveyi, P.sumatranus, P.anjunganensis, P.linkei, P.deissneri, P.Nagyi, P.sp.Nagyi(?)


   
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(@peter-finke)
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Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 1349
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überfläcke = Oberfläche (Wasseroberfläche, Wasserspiegel), ich hätte es mir denken können!
Danke!

Peter Finke, Bielefeld


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Die Tröpfelmethode, oben von Ralf Nelles beschrieben, ist sicherlich die Methode der Wahl, nämlich die schonendste Methode bei solch anspruchsvollen, seltenen und kostbaren Fischen wie es Paros sind. Man sollte sie zur Sicherheit anwenden.
Aber ich denke es ist gut zu wissen, dass Paros meist, wenn sie gesund sind, auch viel robustere Methoden gut aushalten. Dies ist aber nur ein Hinweis für den Hinterkopf; er soll niemanden veranlassen, es auszutesten. Im Zweifel wissen wir nie, in welcher Gesundheitskondition ein frischerhaltener Fisch ist. Da ist Vorsicht immer die Mutter der ...

Peter Finke, Bielefeld


   
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 BB
(@_bb_)
Active Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 19
 

Ich habe es auch immer mit der Tröpfelmethode gemacht, Tüte in 5L Eimer geschüttet, soviel Wasser ausgekippt das die Tiere eben noch schwimmen können und dann mit Luftschlauch und Hahn die erste Stunde tropfenweise, die zweite dann im leichtem Wasserstrahl. Die hälfte des Aquarienwasser wurde hierbei in den Eimer gegeben. Mit dieser Methode hatte ich noch nie Probleme.


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Bernd! Das ist ja gut, dass Du mal wieder hier schreibst! Es bedeutet (lass mich raten), dass Du kurz vor dem Aufbau Deiner neuen Paro-Anlage und dem Wiedereintritt in die Paro-Züchtergemeinde stehst!?
Für diejenigen, die noch nicht so lange dabei sind: Bernd Bussler war bis vor drei Jahren einer unserer allerbesten Parozüchter. Dann musste er alles abbauen, aber demnächst fängt er wieder an und wird wieder zu einer Säule unserer Parogruppe werden!

Peter Finke, Bielefeld


   
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 emha
(@emha)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 693
 

Paros sind eigentlich nicht so empfindlich beim Umsetzen. Da ich fast überall das gleiche Wasser habe, setze ich nur Neuankömmlinge (in Quarantäne mit Oodiniumprophylaxe!) langsam um. Dazu benutze ich kleine Acrylbecken von IKE*, sie werden als Set für Kosmetika oder so verkauft und sind sehr praktisch. Sie haben Deckel mit einem zentralen Fingergriffloch aus Acryl (Plexigl.) und die Fische können nicht rausspringen. Im Priinzip Minniaquarien. Ich gebe einen Schluck Beckenwasser dazu. lass das Becken unter der Deckscheibe schwimmen, später noch ein Schluck usw. Wenn ich das Mischwasser nicht ins Aquarium geben weil, schütte ich die Fische durch ein Netz ab.

Martin Hallmann


   
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