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Persephone mit Schwimmblasenproblemen

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Tommi
(@tommi)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 30
Themenstarter  

Hio Leute!

Mein Persephone-Bock macht mir Sorgen:

Er hat keinen Auftrieb mehr. Er liegt auf dem Boden, wenn er hoch will muss er paddeln, geht aber immer wieder unter.
Das ist schon viele Wochen so, er frisst, sieht sonst gesund aus und ist relativ aktiv.

Er lebt in einem 40er mit seinem Weib und 6-7 Jungifschen versch. Größen, Gelege hatte ich schon lange nichtmehr.

Gefüttert wird hauptsächlich mit weißen Mülas, schwarzen Mülas, Artemia, Cyclops... Frostfutter eben.
Wasserwerte: 23°C, Härte < 0, PH <5, sehr viele Pflanzen im Becken, Bodengrund Torf.

Wovon kann sowas kommen? Ich meine, es geht im gut, aber wovon kams?

MfG Tommi.


   
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Thomas P.
(@thomas-p)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 442
 

Servus Tommi,

dieser Beitrag hat ebenfalls eine "Folgeerkrankung" bei B.persephone behandelt. Die von dir beschriebenen Bauchrutschersymptome sind m.E.n. mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf verzärtelnde Haltungsbedingungen zurückzuführen. Ich würde als die Heilung unterstützende Maßnahmen so vorgehen, wie ich es beschrieben habe, allerdings ohne Meersalz und Hexa-Ex anzuwenden.

Viel Glück,

Thomas

Flüsse voller Leben Rettet den Regenwald


   
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Tommi
(@tommi)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 30
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Hio!

Ok, den Zusammenhang zur Erkrankung sehe ich zwar nur bedingt, aber die Haltungsbedingungen sind tatsächlich sehr einseitig.

Ich habe 23° im Becken, sollte ich das über Nacht vielleicht auf 20 oder so regulieren? Im Sommer habe ich das Problem nicht, da ist das Becken unbeheizt.

Kann es an Salzmangel liegen? Das Wasser ist extrem weich!

MfG Tommi.


   
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Thomas P.
(@thomas-p)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 442
 

Ich würde Dir empfehlen eine Summe von Maßnahmen zu ergreifen:

.) die gesamte tote biogene Masse gegen frische austauschen (Hölzer, Laub, Torfgranulat usw.)
.) min. 50% Wasserwechsel mit kühlerem, reinem Osmosewasser (der pH-Wert wird mit frischem Torfgranulat von selbst sinken)
.) Pflanzen auslichten und nur wachstumsstarke Pflanzen behalten
.) die Temperatur im Tagesverlauf schwanken lassen (m.E.n. zw. 21 und 25 C wenn die Tiere züchten sollen, ansonsten zw. 21 und 23 C)
.) Schwimmpflanzenteppich etablieren der regelmäßig ausgelichtet wird
.) max. jeden 2ten Tag wenig füttern, dabei abwechslungsreich und bevorzugt Lebendfutter. Wenn Du die Wahl hast: als Hauptnahrung Moina, Cyclops oder Daphnia. Ab und zu frische Artemia-Nauplien und selten oder zur Laichmotivation Weiße und Schwarze Mückenlarven
.) dunkel halten und selten stören
.) wenn Du die Wasserbedingungen, also KH, GH, pH im Rahmen stufenweise änderst, ist das sicher kein Schaden. Ich halte meine Tiere in reinem Osmosewasser, dass mittels Torf, Eichenlaub etc. angesäuert ist. Der pH-Wert steigt nach einem Wasserwechsel an und sinkt im Laufe der Zeit wieder. Ebenso lasse ich die Temperatur absinken, diese steigt ebenfalls wieder. Mit dem Lebendfutter kommt hin und wieder wenig Leitungswasser ins Becken.
.) nach dem spätestens 5ten Gelege in Reihe den Tieren eine Zuchtpause auferlegen, d.h. weniger, aber ballaststoffreiches Futter, niedrigere Temperatur, häufigerer Wasserwechsel, notfalls Partner trennen.
.) ich konnte diese Hecksinker/Bauchrutscher/Schwimmblasendefekte schon bei einigen B.persephone beobachten, die sich allesamt erholten, indem ich obige Maßnahmen ergriffen habe. Kontrolltiere, die ich unter veränderlichen Parametern halte bleiben fit.
.) die Erklärung für die Zusammenhänge beruht vermutlich auf der Tatsache, dass die Umweltbedingungen naturgemäß gewissen Schwankungen unterworfen sind und die ununterbrochen guten Bedingungen in den Aquarien zu Zivilisationserkrankungen bei unseren wenig domestizierten Wildbetta führt

Thomas

Flüsse voller Leben Rettet den Regenwald


   
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Tommi
(@tommi)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 30
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Hio!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Werde deine Maßnahmen mal versuchen, werde über nacht einfach die Heizung ausschalten, dann pendelt sich das mit Tages- und Nachtwechsel ein.

Ich wechsel normal mit Destiliertem Wasser, habe das Becken schon ein wenig ausgelichtet, es sind hauptsächlich schnellwachsende Pflanzen darin, Javafarn und -Moos.

Schwimmpflanzen, also Wasserlinsen sowie Muschelblumen wollen nicht wachsen. Obs denen zu sauer ist, oder das Licht zu schlecht... wer weiß. Aber zu hell ist es im Becken sicherlich nicht.

MfG Tommi.

Edit: Nitrat ist nie feststellbar, daran kanns nicht liegen!


   
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emha
 emha
(@emha)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 693
 

Das Symptom, dass dein persephone zeigt kommt immer wieder und häufig bei vielen schaumnestbauenden Betta vor. Die "Kur" von Thomas ist sicherlich generell als Haltungsprinzip gut. Ob du deinen Fisch noch "heilen" kannst, ist aber nicht sicher. Manchmal geht das Symptom vorüber und die "entzündete" Schwimmblase heilt aus. Manchmal bleiben die Tiere "Bauchrutscher" und werden so sehr alt. Oft hatten sie bei mir ein besonders zähes Leben, obwohl sie beim Fressen uns so weiter eindeutig benachteiligt waren. Sie wurden oft älter als gesunde Artgenossen.

Man weiß nicht genau, was dahinter steckt. Das Symtom wird nach m. Beobachtungen meist bei Verkühlung von zuvor "verpäppelten" oder schwachen Einzeltieren gezeigt.
Auch ganze Aufzuchten können das "Hecksinkersymtom" bekommen. In parallelen Zuchten, kann in einem Aquarium das Symptom bei vielen Jungfischen auftratren, im anderen bei gleicher Temperatur gar nicht. Ich denke eine bakterielle Infektion spielt mit eine Rolle.

Martin Hallmann


   
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Tommi
(@tommi)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 30
Themenstarter  

Hio Martin!

Ok, dann scheint es aber allgemein nicht so schlimm, wie befürchtet.

Denn dem Mann gehts im Prinzip prima. Er agiert normal mit seinem Weib, frisst super und schwimmt oft umher.

Dass er gut fressen kann liegt daran, dass das Wasser an der Futterstelle nur ca. 4-5 cm tief ist und er dann einfach auf der Wurzel zwischen Javafarn und Javamoos steht und sich seine Portion Frost-Futter schnappt.

Besonders Cyclops sind perfekt, da sie nicht nur oben schwimmen, sondern eine "Wolke" (wenn auch keine sehr dichte *g*) in seiner Umgebung bildet, woraus er sich nur seinen Anteil schnappen muss.

Ich bin ein Stück weit beruhigt, dass es wohl i.d.R. nicht schlimmer wird und mir der Fisch noch eingeht.

Ich werde dann mal mein Bestes tun, den kurzen wieder auf die Flossen zu bringen!

Danke für die Hilfe an alle!

MfG Tommi.


   
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Tommi
(@tommi)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 30
Themenstarter  

Hio Leute!

Ich hasse es, wenn man Leuten hilft und die sich nicht melden, wie es weiter verläuft...

Also, ich habe öfter WW gemacht, immer mit nem Schüsschen Leitungswasser (ich wechsle mit dest. Wasser), damit die Härte nicht unter 0 fällt :wink:

Jaja, das geht nicht, ich weiß...

Also: Ich hatte ne Weile 26° eingestellt, Wärmekuhr und dann nen Heizer-Ausfall... Stecker draußen... also ~20° nach ca 2 Wochen 26...

Und der Bock schwimmt wieder normal O- seltsam, ich weiß, aber ihm gehts wieder völlig gut!
Obs einfach nur vorrübergehend war oder ob die Temperaturen und die WW damit zusammenhängen... wer weiß, aber auf jeden Fall gehts meinem Bub wieder super!

Viele Dank @Alle!

MfG Tommi.


   
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Surferbabe
(@surferbabe)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 462
 

Ja manchmal ist es nur eine Entzündung, die auch wieder vorrüber geht ...
Glückwunsch !!

@Liebe Grüße!!@
Anja

Mitglied in der Seerose Frechen
WWW.SEEROSE-FRECHEN.DE


   
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