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Brauche euren Rat: Welcher Channa

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(@elmar)
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Beigetreten: Vor 15 Jahren
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Hallo zusammen,

bin neu hier und auf der Suche nach einem zu mir passenden Channa :D

Wir (meine Tochte und ich) betreiben unter anderem auch ein Trigon 350 mit Mattenfilter, recht hell, dichte Bestände an Cryptocorynen (wendii, mioya, undulata), zwei große solitäre E. uruguayensis auf der einen Seite, Crinum calamistratum gegenüber, Ricca und Javamoos, sowie Pinselalgen. Der Besatz (Restbestände) besteht aus ein paar Neons und Keilfleckbärblingen, einem Scalar, ein paar Corys und irgendwo noch ein oder zwei Kirschflecksalmler.

Das Becken steht im Esszimmer, wo bei uns immer was los ist (Gr0ßfamilie !!) und die Familie will jetzt endlich mal richtige, d.h. bunte und große Fische, Fische mit Charakter. Orginalton: "Nicht schon wieder einen Schwarm kleiner Fische !!" Mit Channas wäre sie einstanden. UND ICH AUCH...

Habe mich zwischenzeitlich - auch nach Diskussionen in anderen Foren - dazu entschieden, den Channa als Einzelfisch mit ein Paar Mosaikfadenfischen und einem Schwarm Keilfleckbärblinen zu halten. Dieser Channa sollte ein "Charakterfisch" sein.

Welchen Channa könnt ihr mir empfehlen. Sollten keine Temperaturabsenkung benötigen, Keilfleckbärblinge nicht unbedingt im Beuteschema haben, unempfindlich gegen Lärm und Erschütterungen sein und relativ einfach und schnell im Rhein-Main-Neckar-Raum zu beziehen sein. Sonst keine Anforderungen (=ironisch). Habe fast vergessen: Ich will nicht züchten und habe Bodenseewasser in der Leitung.

Gruß aus dem Bauland
Elmar


   
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(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hi Elmar,

wenn die Keilfleckbarben bleiben sollen, dann gibt es keine Channa-Art, die du gefahrlos dazu setzen kannst.

Ansonsten würde ich Channa gachua empfehlen, wobei ich mir nicht sicher bin und es auch wahrscheinlich keine Garantie gibt, dass das mit Mosaikfadenfischen hinhaut.

Wenn doch Channa, dann sollte das Becken nicht zusätzlich von Ancistrus (und ähnlich kleinen Wels-Arten) oder Panzerwelsen bewohnt sein.

Gruss, Nora


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Elmar,

Nora hat Recht. Außerdem werden Du und Deine Großfamilie an einem Einzeltier einer kleineren Channa-Art evtl. nicht viel Spaß haben, bei Trubel hocken die gerne im Gebüsch. Und bunt sind die in Frage kommenden Channaarten auch nicht.

Mit der Bezeichnung Deines Aquariums kann ich nichts anfangen. Kannst Du die Maße nennen? Und die ungefähren Wasserwerte (Härtebereich) des Bodensees sind hier sicher auch den Wenigsten geläufig.

Gruß, Klaus


   
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(@elmar)
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Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 8
Themenstarter  

Mit der Bezeichnung Deines Aquariums kann ich nichts anfangen. Kannst Du die Maße nennen? Und die ungefähren Wasserwerte (Härtebereich) des Bodensees sind hier sicher auch den Wenigsten geläufig.

Gruß, Klaus

Hallo Klaus,

Langsam wird es für mich schwer bei der Auswahl der geeigneten Channas.

Eckaquarium mit 350 ltr und 60 cm Höhe, hier ein Link zu den Wasserwerten http://www.zvbwv.de/upload/mediapool/Ja ... _20072.pdf

Viele Grüße
Elmar


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Elmar,

die Härte ist schön niedrig (7 °dH), der pH-Wert ist ungünstig hoch für Keilfleckbarben und Fadenfische, aber bei der geringen Härte mit handelsüblichen Mitteln leicht zu senken.

Zurück zu den Channa: Es ist schön groß, aber leider ungünstig hoch. Channa leeren beim Fressen größerer Brocken das Labyrithorgan und sinken kauend zu Boden. Der Aufstieg von einem halben Meter zur Oberfläche fällt kleineren erfahrungsgemäß nicht leicht.
Und, was ich beim ersten Mal überlas: Hell mögen Schlangenköpfe gar nicht, in Kombinantion mit belebtem Zimmer glaube ich nciht, dass Ihre viel Spaß daran habt.

Gruß, Klaus


   
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chk
 chk
(@chk)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1803
 

Ciao,
also ich würde in diesem Fall zu einem C. striata, bzw. marulia raten.
Er kann als Einzeltier gehalten werden und gewöhnt sich auch an Trubel. Seine Grösse würde auch mit 60cm Wassertiefe klar kommen.
Gruss, chk

>===:{ } >=:]
IGL 103


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Christian,

hast Du dort oben was überlesen? O- :o

Ciao,
also ich würde in diesem Fall zu einem C. striata, bzw. marulia raten.
Er kann als Einzeltier gehalten werden und gewöhnt sich auch an Trubel. Seine Grösse würde auch mit 60cm Wassertiefe klar kommen.
Gruss, chk

... und frisst zunächst die Keilfleckbrben und später die Fadenfische. :jump:
Aber Du bist wahrscheinlich im Ironiemodus, oder wieso bringst Du Channa mit Endgrößen um 1 m bzw. 1,2 m für ein Eckaquarium mit (bei dreieckigem Grundriss) maximal 1 m Kantenlänge und 1,4 m Diagonale ins Spiel? :P

Gruß, Klaus


   
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chk
 chk
(@chk)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1803
 

Ciao zusammen,
nein ich war nicht im Ironiemodus. :holy:
Ich habe mich nur auf die Einzelhaltung und auf die 60 cm Wasserstand konzentriert.
:oops:

Aber Channa striata finde ich wirklich eine gute Idee. Die dem striata nachgesagten 1m sind selbst in der Natur nicht die Regel. Striata ist kein Schwimmer, daher sehe ich das so.
... und ausserdem glaube ich, dass man sich in den Charakterfisch verlieben wird und schon daher ein grösseres Becken haben will. :wink:

Gruss, chk

>===:{ } >=:]
IGL 103


   
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(@elmar)
Active Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 8
Themenstarter  

Hallo chk,

Ciao,
... also ich würde in diesem Fall zu einem C. striata, bzw. marulia raten.
Er kann als Einzeltier gehalten werden und gewöhnt sich auch an Trubel. ...

Werden die nicht recht groß, zu groß für das Becken?

Wie sieht es mich gachua, orientalis oder bleheri aus. Bei denen sollte doch bei meinem Becken eine Kleingruppe (2 bis 3 Fische) möglich sein. Was spricht dagegen?

Viele Grüße
Elmar


   
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(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hi Elmar,

die Keilfleckbarben :)

Sonst... nichts, würde ich sagen. Wenn du jetzt doch eine Gruppe möchtest, aber immer noch keine Winterruhe, dann bleiben C. gachua und C. orientalis. Aber hab mindestens eine grosse Tupperware parat (das sollte es in einem Grossfamilienhaushalt geben, wa?), denn bei einer Gruppe kann es immer passieren, dass du mal ein Tier separieren musst.

Gruss, Nora


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo!

die Keilfleckbarben
Sonst... nichts, würde ich sagen. Wenn du jetzt doch eine Gruppe möchtest, aber immer noch keine Winterruhe, dann bleiben C. gachua und C. orientalis. Aber hab mindestens eine grosse Tupperware parat (das sollte es in einem Grossfamilienhaushalt geben, wa?), denn bei einer Gruppe kann es immer passieren, dass du mal ein Tier separieren musst.

Nichts? Hatte ich nicht Gründe genannt?
Höhe des Beckens (Mühe beim Atmen)
Charakterisierung als "hell" (könnten scheu bleiben)

Und jetzt soll es eine Gruppe gachua sein? Die Art, die keine ist, sondern zu der alles gezählt wird, was Bauchflossen und Nähreier hat, irgendwo zwischen Sri Lanka und Thailand lebt und charakterlich zwischen lammfromm mit gelegentlichen Entgleisungen und Rüpel erster Klasse firmiert? Je nach Variante darf nach der Paarfindung nicht nur der Rest der Truppe sehen, wo er bleibt (Ableben nicht ausgeschlossen), auch die Fadenfische könnten tödliche Verletzungen erleiden.

Also: Entweder ein Pärchen Channa, dann aber nicht hell und ggf. mit weniger Wasserstand, oder Keilfleckbarben und Fadenfische.

Gruß, Klaus


   
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(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hallo Klaus.

Nichts? Hatte ich nicht Gründe genannt?

Ja, ich ja auch... Ich bin davon ausgegangen, dass diese Anregungen von Elmar ernst genommen werden.

Höhe des Beckens (Mühe beim Atmen)

Dieser Meinung bin ich nicht. Sollte es Probleme geben, könnte ein flexibler Mensch allerdings den Wasserstand absenken. Und 10cm weniger scheinen ja für C. gachua aller Standortvarianten und Unterarten ok zu sein.

Charakterisierung als "hell" (könnten scheu bleiben)

Flexible Menschen könnten die Beleuchtung auf die eine oder andere Weise abschwächen.

Und jetzt soll es eine Gruppe gachua sein?

Naja, ich habe maßlos übertrieben - 2-3 Tiere sollte man wohl nicht als Gruppe bezeichnen, sondern eher als Paar mit Ausweichmöglichkeiten *g*

Die Art, die keine ist, sondern zu der alles gezählt wird, was Bauchflossen und Nähreier hat, irgendwo zwischen Sri Lanka und Thailand lebt und charakterlich zwischen lammfromm mit gelegentlichen Entgleisungen und Rüpel erster Klasse firmiert?

Ja. Und? Charakterfische eben. Aber du hast völlig recht! @Elmar: Du solltest zusehen, dass du deine C. gachua nicht bunt von verschiedenen Fundorten, Geschäften oder Züchtern zusammenwürfelst - es handelt sich bei C. gachua nicht wirklich um eine einzige Art, wie Wissenschaftler vor einigen Jahren rausfanden.

Je nach Variante darf nach der Paarfindung nicht nur der Rest der Truppe sehen, wo er bleibt (Ableben nicht ausgeschlossen),

... die Tupperware - ein beliebtes Channaholiker-Utensil mit Mehrfachfunktion :)

auch die Fadenfische könnten tödliche Verletzungen erleiden.

Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen, habe mich aber nicht getraut, dass so direkt zu sagen, weil ich keine Erfahrung mit der Vergesellschaftung dieser beiden Arten habe - im Notfall hätte ich falsch gelegen und irgendwer hätte meinen Beitrag brutal zerfleischt.

Also: Entweder ein Pärchen Channa, dann aber nicht hell und ggf. mit weniger Wasserstand, oder Keilfleckbarben und Fadenfische.

Word! (Mit einer gewissen Standardabweichung :lol: )

Gruss, Nora


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Nora,

Naja, ich habe maßlos übertrieben - 2-3 Tiere sollte man wohl nicht als Gruppe bezeichnen, sondern eher als Paar mit Ausweichmöglichkeiten

Drei Tiere sind entweder drei, die nie ein Paar bilden, oder ein Paar und ein Opfer.

Je nach Variante darf nach der Paarfindung nicht nur der Rest der Truppe sehen, wo er bleibt (Ableben nicht ausgeschlossen),

... die Tupperware - ein beliebtes Channaholiker-Utensil mit Mehrfachfunktion :)

Vorübergehend, wenn man schnell genug ist, und dann?
Gerne ist abends alles o.k, und morgens einer getötet oder übel zugerichtet. Bei meinen "gachua", die zu den friedlichsten Channa gehören, die ich kenne, hat sich (damals war ich noch ohne Channa-Erfahrung, Internet hatte ich noch nicht und in den Büchern stand nichts über die Aggressivität) unter meinen ersten 6 halbwüchsigen ein Paar gefunden, als ich es merkte, waren 2 tot und zwei verletzt. Inzwischen weiß ich, wie man das bei der Paarfindung vermeidet (u.a. z. B. mit schwimmenden Korkrinden), aber vor einiger Zeit hat ein Männchen (der dritten Nachwuchsgeneration, wenn ich micht richtig erinnere) nach der xten Brut und vielen Monaten eitel Sonnenschein trotz vieler Verstecke, dichten Pflanzenwuchses und schwimmender Korkrinde nachts so übel verprügelt, dass es trotz Trennung und Medikation einging.
Ob die Kinder das mögen?

auch die Fadenfische könnten tödliche Verletzungen erleiden.

Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen, habe mich aber nicht getraut, dass so direkt zu sagen, weil ich keine Erfahrung mit der Vergesellschaftung dieser beiden Arten habe - im Notfall hätte ich falsch gelegen und irgendwer hätte meinen Beitrag brutal zerfleischt.

Besser mit einer im Konjunktiv ausgedrückten Befürchtung falsch liegen als durch einen toten Fadenfisch Lügen gestraft zu werden. Meine "gachua" gehen mit artfremden pfleglicher um als mit Artgenossen, aber so ein Fadenfisch ohne Panzerung, mit großer Breitseite und wenig Beschleunigungsfähigkeit ...

Wenn Du Elmar, es riskieren möchtest, kannst Du gerne welche von meinen Friedenschanna haben, wahlweise einen ausgewachsenen Witwer (sein Weibchen wies keine Spuren einer Tötung auf) oder welche seiner Jungen: Ein ganz junges Pärchen (wenn sich ein zweites meiner F5 gefunden hat) oder eine Gruppe Jungfische. Geld will ich dafür keins (sind eh unbezahlbar ;)), nur abholen müsstest Du sie (Nähe Düsseldorf), wenn es nicht eine gute Gelegenheit gibt, dass wir uns irgendwo treffen. Wenn die Vergesellschaftung mit leeri klappt, dann am ehesten mit dieser Variante. Aber auf eigenes Risiko, und für Keilfeckbarben gebe ich die Garantie, dass sie in den Mägen enden.

Gruß, Klaus


   
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(@elmar)
Active Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 8
Themenstarter  

Hallo Klaus,

tolles Angebot, hört sich gut an. Allerdings haben mich die Informationen aus diesem Thread ziemlich verunsichert. Muss mir jetzt erst mal klarwerden wie es weitergehen soll.

Falls Du damit einverstanden bist, werde ich zu gegebener Zeit auch dich zukommen.

An alle bereits jetzt vielen Dank für die Unterstützung
schöne Feiertage
Elmar


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Elmar,

Allerdings haben mich die Informationen aus diesem Thread ziemlich verunsichert.

Das war ja auch der Sinn der Übung. :D

Nein, im Ernst: Viele gehen ziemlich blauäugig an die Channapflege heran, das wollte ich Dir ersparen. Es ist ja nicht nötig, dass Deine Familie und Du alles das selbst erfahren, was ich in den letzten Jahren lernen durfte / musste. Channa sind tolle Fische, man wird zum Channaholiker. Ich pflege zur Zeit fünf Formen:
1. Die genannten "gachua", meine Variante ist erkennbar an der sonnenbrillenartigen grün glänzenden Pigmentierung im oberen Augendrittel.
2. Ein Mischlingspaar aus einer gachua-Variante und einer orientalis-Variante.
3. Channa pulchra.
4. Channa bankanensis, Nachzucht von Pascal Antler
5. Channa bankanensis, eigene Nachzuchten (Bericht DATZ 7/07) einer gegenüber Pascals Tieren farblich abweichenden, wahrscheinlich kleiner bleibenden Variante.

3 bis 5 sind garantiert nur untereinander gesellschaftsfähig, 5 reißt Stücke aus größeren Fischen heraus. Die Zähnchen zeigt mein Avatar.
Drei Todesursachen sind verbreitet bei Channa im Aquarium (reihenfolge willkürlich):
Vertrocknen nach Entweichen durch die kleinste Lücke, ggf. inclusive verschieben der Abdeckung.
Verfetten durch falsches bzw. zu viel Futter (gerade im Gesellschaftsbecken).
Verletzungen durch Artgenossen.

Gruß, Klaus


   
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