Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

Telefon: +49 152 28868116 | E-Mail: gf@igl-home.de

Benachrichtigungen
Alles löschen

Channa bankanensis und marulioides

1 Beiträge
1 Benutzer
0 Likes
2,181 Ansichten
(@klaus-de-leuw)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 188
Themenstarter  

Hallo zusammen,

der Händler hier am Ort (Zoo Thomas, Hilden) hat von Aquarium Dietzenbach drei Channa-Arten erhalten: bleheri sowie als bankanensis und als marulioides bezeichnete. Während ich die "bankanensis" erworben habe, habe ich die maruliodes wegen der zu erwartenenden Endgröße nicht genommen.

Bei der Artzuordnung bin ich mir nicht sicher, gemäß der mir vorliegenden Fotos könnten es durchaus bankanensis sein, lucia ist ja sowieso sehr ähnlich, es würde mich aber auch nicht wundern, wenn sie sich als insignis herausstellen würden (o.k., wäre dann aufgrund der Herkunft eine grobe Fehlbestimmung des Importeurs oder eine kuriose Faunenverfälschung).

Zu Aussehen und Verhalten: Die Halbwüchsigen sind, wenn sie sich den Bauch nicht gerade vollgeschlagen haben, kugelschreiberdick (auffallend schlanker als gleich große gachua) und etwa 5,5 bis 6,5 cm lang. Sie fressen Fische bis 2 cm Länge, ausgewachsene Wachsraupen und Mehlkäferlarven, weiße Mückenlarven. Größere Fische können sie durch Bisse töten. An Lebendfutter (außer Fische) gehen sie vorsichtig probierend, an totes Futter bisher wohl nicht. Eine lebende Grille von der Größe einer der gefressenen Wachsraupen nahmen sie nicht. Die Fische und die Insektenlarven werden von der Seite gepackt und dann schrittweise gedreht.
Nachdem sie sich anfangs kopfüber neben den Heizer stellten oder sich zwischen den Wurzeln des Wasserfarns verbargen, stehen sie nun meist zu zweit unmittelbar ohne Deckung unter der Wasseroberfläche und ziehen gelegentlich Kreise. Sie scheinem mir empfindlicher als gachua, denn sie bekamen am Tag nach dem Kauf (vorletzten Samstag) Pünktchen, die aber nach Medikamentengabe innerhalb einer Woche verschwanden.

Sie tragen zwei Längsreihen aus etwa 15 Paaren dunkelbrauner Flecken auf leuchtend beigem Grund auf dem Körper, die auf dem Vorderkörper teilweise verschmelzen und deren untere Reihe als Maske durch das Auge bis zur Schnauze reicht. Das große Maul ist dadurch praktisch nicht zu erkennen. Der Bauch ist cremefarben mit dunklen Punkten. Von weitem wirkt die Zeichnung wie ein leuchtendes Zick-zack-Längsband. Die Nasenöffnungen sitzen auf zwei kurzen Röhren. Die Dorsale trägt an ihrer Basis eine Reihe von kleinen, z.T. verschmelzenden, dunkelbraunen Ocellen mit hellem Hof, die Flossenstrahlen der Caudale sind hell-dunkel gebändert. Alle Flossen außer die gut ausgebildeten Ventralen tragen dunkelbraune Punkte.

Gruß, Klaus


   
Zitat
Teilen: