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Dürfen Channa Bienen und Wespen fressen?

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 Max
(@max)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 25
Themenstarter  

Liebe Experten und Experimentalzüchter,
der Titel des Threads sagt eigentlich schon alles.
Muß ich befürchten, daß die Stacheln der B+W die Channa verletzen? Ist der Kauapparat der Channa nicht darauf ausgelegt harte Chitinskelette zu knacken? Hab gestern gesehen, wie meine neuen, nur fingerlangen Pulchrae mühelos Posthornschnecken im hinteren Mundraum zermahlen. Meine Cichliden hatten jedenfalls damals keine Probleme mit fiesen Insekten.
Hat jemand mit diesen Insekten als Futter Erfahrung? Egal, ob gute oder schlechte Berichte, bitte berichtet davon.
Wie ist es mit Blattwanzen ud deren üblen Sekreten?, Schmetterlinge? Sind wohl verboten zu der Natur zu entnehmen.

Vielen Dank schon mal.

Max

Er buddelte ein Loch und fand.... WASSER!


   
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 Max
(@max)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 25
Themenstarter  

Viele Hits, aber keine Antwort. Wer von euch hat viele Channa-Babys und keine Abnehmer für sie? Laßt es uns mal ausprobieren. Ich hab heute die ersten Bienen im Garten gesehen.
Für die Wissenschaft! Verfüttern wir in den kommenden Monaten Bienen, Wespen und Hummeln, und sehen, was passiert.

Er buddelte ein Loch und fand.... WASSER!


   
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(@chris78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 65
 

...ein schelm, wer böses dabei denkt.

Gruß chris


   
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chk
 chk
(@chk)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1803
 

Ciao Max,
Grundsätzlich wird es für Channa keine Schwierigkeiten sein, die Tiere, die Du aufgezählt hast zu fressen. Ich weiss das, da ich meinen die Schwarzkäfer (Zophobas) bzw. die Mehlkäfer zu fressen gebe, sind welche aus der Verpuppung "herausgekommen".
Darüber mache ich mir keine Sorgen.
Sorgen bereitet mir mehr - und das ist meine Meinung - der in dem Thread für mich nicht erkenntliche Witz Bienen und Schmetterlinge, damit meine ich Nutz- und geschützte Insekten, zu verfüttern. Es gibt 100 Millionen andere Wege die geliebten Channa zu füttern - ich nehme z.B. Bio-Shrimps und Regenwürmer oder wie oben schon beschrieben Insekten, die aus Futterzuchten stammen. Meine barcas und aurantimaculata erhalten auch schon mal braune Nachtschnecken.
Ich finde, wir sollten unsere noch wenig vorhandene und geschundene Natur mehr achten und sie so lieben wie unsere Channa.
Daher ein moralischer Appell, nicht solche Tiere zu vefüttern, die es in der Natur "braucht" und die unsere "Unterstützung" brauchen.

Appell abgeschlossen.

Weiterhin viel Spass mit den Fischen. o=C
Gruss, chk

>===:{ } >=:]
IGL 103


   
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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 382
 

...
Für die Wissenschaft! Verfüttern wir in den kommenden Monaten Bienen, Wespen und Hummeln, und sehen, was passiert.

Hallo,

ich bin schockiert, und muss Christian (chk) auf jeden Fall zustimmen. Christian war aber meiner Meinung nach viel zu mild.
Wer Bienen, und noch viel schlimmer die unter Naturschutz stehenden und wirklich immer seltener werdenden Hummeln verfüttert, sollte aus unserem Forum verband werden. Und dann sollen unsere Channas auch noch als Versuchsobjekte herhalten (dies wird auch noch mit dem Ausspruch "Für die Wissenschaft!" dokumentiert).
Wo sind wir denn hier, in einem Tierversuchslabor, oder in einem doch auch auf Arterhaltung orientiertem Labyrinthfischforum.
Mich hatte damals schon die Krötendiskussion auf die Palme gebracht. Wenn hier nicht hart durchgegriffen wird, und solche Diskussionen im Keim erstickt werden, werde ich mich irgendwann aus diesem Forum verabschieden.
Wer solchen Ideen auch nur im Ansatz zustimmt, mach sich meiner Meinung nach strafbar.

Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


   
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JürgenE
(@juergene)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 166
 

Für die Wissenschaft! Verfüttern wir in den kommenden Monaten Bienen, Wespen und Hummeln, und sehen, was passiert.

Hallo, Max,
ich würde dir empfehle, dich mal mit dem Naturschutz und den dazu gehörigen Gesetzen zu befassen. Ich dachte eigentlich, dass wir Aquarianer der Natur verbunden sund.
Gruß, Jürgen


   
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Lambojaeger
(@lambojaeger)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 78
 

Hi Max,

kopfschüttel und sprachlos! :(

___________
LG Thomas

IGL Nr. 341

Channa aurantimaculata
Channa pulchra
Channa sp. assam / lal cheng
Channa sp. red fin
Channa sp. ice and fire
Channa orientalis Kottawa forest A
Channa punctata
Channa bleheri
Channa ornatipinnis
Channa stewarti "Aqua Global"

Die Würde der Tiere ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt und Menschheit.
© Natunika, (*1973), Musikerin, Malerin und Autorin


   
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 Max
(@max)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 25
Themenstarter  

Guten Abend alle zusammen.

Da bin ich ja ins sprichwörtlich ins Wespennest getreten. Ich möchte bei allen entschuldigen dafür, daß ich ein Thema humoristisch aufgepeppt habe.
Dennoch, einige Fakten und Gedanken verdienen festgehalten und immer wieder neu diskutiert zu werden.
Wir Aquarianer verfüttern regelmäßig lebende Tiere an unsere Pfleglinge. Dies wird allgemein akzeptiert, wenn es sich dabei um niedere Tiere handelt. Etwas spannender wird die Diskussion schon bei größeren Würmer, Schnecken und Käferlarven. Spätestens ab dort kommt ein Ekelfaktor hinzu oder aber das Mitleid mit der Kreatur, je nach Standpunkt. Noch größere Erregung erzeugt das Verfüttern von "Futter"fischen, gezüchtet für diesen Zweck oder aber aus "Überschüssen" der Zucht anderer Fische. Oder Jungmäuse, gefrostet. Es gibt noch viele andere Beispiele.
Wir sind gezwungen unsere Haltung in dieser Angelegenheit ständig neu mit uns selbst auszuhandeln.
Ich habe und wollte nie geschützte Arten verfüttern. Aber daß ein Tier das andere frißt finde ich völlig normal.
Für die Hummeln, die übrigens auch Bienen sind, entschuldige ich mich ausdrücklich.
Wespen und domestizierte Bienen fallen nicht unter den Artenschutz. Fange und/oder töte ich aber eine Keulenwespe oder eine Wildbiene mache ich mich strafbar. Wobei selbstverständlich unerheblich ist, ob ich als Täter meine Handlung für geringfügig halte.
Ich habe im Übrigen domestizierte Bienen im Garten, im Frühjahr kommen noch einmal zwei bis drei Stöcke hinzu, die dann bei mir in der Nähe des Teiches stehen werden. Mir ist wichtig, daß meine Obstbäume, Beerenstäucher und die ganzen Blumen ordentlich bestäubt werden. Die Hornissen dürfen wie im letzten Jahr wieder ihr Nest im Gartenhäuschen bauen und die Wespen unterm Dach verjage ich auch nicht. Selbstverständlich jage ich keine Bienen mit großem Kescher und hüpfe den Schmetterlingen hinterher, um sie schnellstmöglich in mein Becken zu Werfen. Im Garten verspritze ich keine Insektizide, achte auf die Insektenweiden und gärtnere biologisch. Die Artenvielfalt dort ist enorm.
Meine Frage, ob Channa Stachelinsekten fressen (dürfen), halte ich nach wie vor für interessant. Wir Aquaristen experimentieren ständig mit unseren Fischen, z.B. um schwierige oder seltene Arten zur Vermehrung anzuregen, besonders wenn bestimmte Informationen aus ihren Heimatbiotopen unbekannt sind.
Bis der Zuchterfolg dann eingetreten ist, wurde experimentiert: kalt / warm, pH sauer oder alkalisch, Hungerperioden, welches ist der Trigger? etc. pp.

In der Hoffnung, mein Interesse deutlicher gemacht zu haben, grüße ich euch.

Max

@chk:Dein Appell ist schon angekommen.

Er buddelte ein Loch und fand.... WASSER!


   
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JürgenE
(@juergene)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 166
 

Hallo, Max,
so richtig verstehe ich dich nicht.

Wir sind gezwungen unsere Haltung in dieser Angelegenheit ständig neu mit uns selbst auszuhandeln.

Wenn du dich ständig mit deiner Einstellung zum Natur- und Artenschutz auseinandersetzen musst, stimmt irgend etwas nicht, zumal du ja anführst, was du alles in deinem Garten machst, oder auch nicht.
Gruß, Jürgen


   
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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo Max,

Guten Abend alle zusammen.
...
Da bin ich ja ins sprichwörtlich ins Wespennest getreten.

das kann man wohl laut sagen.

...
Ich möchte bei allen entschuldigen dafür, daß ich ein Thema humoristisch aufgepeppt habe.
...

Wenn es um Artenschutz geht, dann hört der Spaß bei mir auf und ich sehe dann rot. Darum auch meine heftige Reaktion. Entschuldigung ist angekommen, ich bin aber der Meinung, dass bei uns im Forum solche Themen nicht unbedingt in dieser Art "humoristisch aufgepeppt" werden sollten.

...
Wir Aquarianer verfüttern regelmäßig lebende Tiere an unsere Pfleglinge. Dies wird allgemein akzeptiert, wenn es sich dabei um niedere Tiere handelt. Etwas spannender wird die Diskussion schon bei größeren Würmer, Schnecken und Käferlarven. Spätestens ab dort kommt ein Ekelfaktor hinzu oder aber das Mitleid mit der Kreatur, je nach Standpunkt. Noch größere Erregung erzeugt das Verfüttern von "Futter"fischen, gezüchtet für diesen Zweck oder aber aus "Überschüssen" der Zucht anderer Fische. Oder Jungmäuse, gefrostet. Es gibt noch viele andere Beispiele.
...

Das war aber in unserer ganzen Aufregung nicht das Thema. Hier ging es um geschützte Tiere.
Wenn wir Fische halten, die nur Lebendfutter benötigen, dann sollte man sie auch entsprechend ernähren. Christian (chk) hat genug Beispiele erwähnt. Ob der Eine oder Andere da Gewissensbisse hat, das muss er, wie Du schon richtig erwähnt hast, mit sich selbst ausmachen.
Ich selbst hatte bei einer Safari in Botswana erlebt, wie drei Löwinen ein Büffelkalb gerissen haben. Einige fanden das extrem grausam und schlimm, aber man kann nun mal Löwen nicht an Kohlköpfe gewöhnen.

Nun mal etwas zum Thema. Vor ein paar Jahren, und alle Labyrinthfreaks mögen mir verzeihen :oops: , habe ich in einem Tanganjika-Aquarium eine größere Gruppe Tropheus moorii gehalten. Das Aquarium war zu größten Teil nicht abgedeckt und wurde mit HQL-Hängelampen beleuchtet. Dabei kam es vor, dass eine Wespe an die heiße Leuchte kam und leicht desorientiert aufs Wasser fiel. Ein moorii betrachtete sie sofort als Futter. Daraufhin muss sie ihn ins Maul gestochen haben. Der Fisch zeigte sofort eine Prachtfärbung, ging dann schwer atmend zu Boden, und war nach ein paar Minuten im "Fischhimmel".
Seitdem bin ich doch mit derartigen Versuchen sehr vorsichtig.

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


   
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 Max
(@max)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 25
Themenstarter  

@Jürgene

Hallo,
ich meine damit, daß ich meine Haltung zu bestimmten Themen, immer neu erklären können muß, das kann auch bedeuten sie zu zu ändern, anzupassen und offen für neue Denkansätze zu sein.
Ein Beispiel: Ein Gast in meinem Haus sieht die Aquarien, stellt interessiert Fragen, will mehr wissen und in Diskussion stellt er dann die Frage: "Was machst du denn mit den überzähligen Guppys, mit den Kranken, den Krüppeln und den Nichtsoschönen?"
Ich bin nun gezwungen meinem Gast redlich zu erklären, das diese zu den Raubfischen als Futter kommen.
Und dann:"Aber die haben doch auch eine Lebensberechtigung!"

Jetzt bin ich auf deinen Antwortsversuch gespannt, Jürgene, besonders(hab ich alles schon erlebt) wenn es sich um eine aktive Frauenrechtlerin handelt.
Da steht man sehr schnell in der Ecke des machthungrigen Faschisten, der über Leben und Tod entscheidet. "Und überhaupt, sperr die Fische gar nicht erst in ein Aquarium!!!"

Das meine ich mit dem ständigen Zwang, diese ethischen Bedenken immer neu mit sich selbst auszuhandeln. Es bedeutet nicht, sein Mäntelchen in den Wind zu hängen, oder Maßnahmen bei Fischen anzuwenden, die einem gerade opportun erscheinen.
Hoffentlich hab ich mich erklärt.

Danke für deine Antwort, Jürgene

@fischmichi
Hi, gegen Artenschutz ist nichts zu sagen und soll natürlich hohe Priorität haben. Aber, und da glaube ich bist laut deiner Signatur auf sicher auf meiner Seite, es geht mir da eher um noch Grundsätzlicheres, nämlich um Achtung vor/für der/die Kreatur. Und genau diese fehlt oft im Umgang mit Fischen. Da ist leider oft auch viel Heuchelei im Spiel, um z.B. die Sensationslust für einen seltenen extremen Fisch á la "Der frißt nur Lebendes, sogar Ratten und Mäuse!" zu kaschieren.
Ob ein paar Insekten von Draußen muß jeder mit sich selbst ausmachen. ich traue mir zu dem Artenschutzgebot Folge zu leisten.

PS: Ich habe in meinen Gärten drei Komposthaufen, alle voller Würmer. Hätten wir keine Würmer mehr, würden wir innerhalb kurzer Zeit verhungern, weil unsere Ackerflächen keinen Ertrag mehr brächten.

Er buddelte ein Loch und fand.... WASSER!


   
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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 382
 

...
Aber, und da glaube ich bist laut deiner Signatur auf sicher auf meiner Seite, es geht mir da eher um noch Grundsätzlicheres, nämlich um Achtung vor/für der/die Kreatur. Und genau diese fehlt oft im Umgang mit Fischen. Da ist leider oft auch viel Heuchelei im Spiel, um z.B. die Sensationslust für einen seltenen extremen Fisch á la "Der frißt nur Lebendes, sogar Ratten und Mäuse!" zu kaschieren.
Ob ein paar Insekten von Draußen muß jeder mit sich selbst ausmachen. ich traue mir zu dem Artenschutzgebot Folge zu leisten.

PS: Ich habe in meinen Gärten drei Komposthaufen, alle voller Würmer. Hätten wir keine Würmer mehr, würden wir innerhalb kurzer Zeit verhungern, weil unsere Ackerflächen keinen Ertrag mehr brächten.

Ja Max,

da sind wir schon ziemlich einer Meinung.

In diese Richtung wurde früher schon einmal heftig diskutiert.

Siehe hier: http://www.igl-home.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=3486&postdays=0&postorder=asc&start=0

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


   
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 Max
(@max)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 25
Themenstarter  

1. Danke Michael für den Link.
2. Ich würde nun gerne mehr Antworten zu meiner Eingangsfrage haben. Oder besser, ich frage anders: Gibt es spezifische und detaillierte Untersuchungen über Channa und die Nahrung, die sie zu sich nehmen?

"Die Brummer aufm Klo schmecken ihnen sowieso."

Er buddelte ein Loch und fand.... WASSER!


   
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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo,

die Nahrung der Channa wird wohl vorwiegend vom Angebot in ihrer natürlichen Umgebung bestimmt.
Von IGLern, welche vor Ort waren, wurde mir mündlich berichtet, dass Schlangenköpfe, welche in Gewässern mit großen Schwärmen von Zebrabärblingen lebten eben nur Zebrabärblinge nach dem Fang auswürgten.
Eine gachua-Variante kam in einem Gewässer mit sehr viel roten Garnelen vor, hatte demzufolge eine intensive Rotfärbung und würgte nur Garnelen aus.
Ich glaube, die Channa sind nicht sehr wählerisch und nehmen fast alles, was ihnen vors Maul kommt.

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


   
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Domi
 Domi
(@domi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 324
 

Hallo Max,
ich bin aktiv im Naturschutztätig (WWF / NABU), Aquarianer und ich verkaufe auch noch Fische...
Eine Kombination, die sehr oft zu heftigsten Diskussionen führt.
Wichtig für mich ist es, immer zu betonen dass ich kein Tierschützer bin und meiner Meinung nach auch als "Fischhalter" nicht sein kann.
Es widerspricht sich einfach sich als Tierschützer zu engagieren und Fische in Aquarien zu stecken - besonder größere Fische - Channa!
Alleine die Herkunft unseres Fischfutter und dessen Inhalt...
naja..

Es gibt genug Quellen um adäquates Lebendfutter für insectivore Fische zu erhalten, aquatisch wie terrestrisch.
Die Variationen sind recht groß und meistens ist das wichtigste am Insektenfutter nicht das Tier, sondern oftmals das was drinne ist (Wie wurde es ernährst etc.)

Deshalb brauchen wir keine Bienen, Wespen, Schmetterlinge, Motten etc.

Aber das war ja auch schon geklärt.

Wir hatten im Letzten Jahr ein Wespennest an unserem Aquaristikgeschäft und als der Winter kam, gingen die (Arbeits)Wespen den Weg, den die Wespen im Winter nunmal gehen...
Da habe ich mal ausgetestet, ob Channa (in dem Fall ein Individ. C. gachua) frischtote Wespen fressen - und wer soll es für möglich halten, sie haben sie gefressen.
Ich wurde mutiger und habe auch noch in den letzten Atemzügen befindliche Wespen verfüttert - der Channa hat zugebissen, ausgespuckt und danach sehr, sehr lange keine Insekten mehr gefressen - (überhaupt fast nur noch absinkendes Futter)
Überlebt hat er..

Ich würde das Experiment nicht wiederholen und würde es Dir auch nicht empfehlen...

MfG Domi

www.channamania.de


   
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