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Problemkind TH3/02 Weibchen - verstorben

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Gregor
(@gregor)
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Hallo!

Ich mache mir derzeit große Sorgen um mein fünf Jahre altes Gachua Weibchen.

Sie bewohnt seit einigen Monaten mit einem Bock ein neues 120x50x50cm Becken. Im alten Becken waren die beiden ein harmonisierendes Paar (auch die Nachzucht gelang einige Male), nun gabs vom ersten Einsetzen an Streitereien, mit dem Resultat, dass er sie unterdrückt. Ich fing nach den ersten Zankereien den Bock für zwei Wochen raus, damit ihre Wunden ordentlich verheilen können und sie keinen weiteren Stress hat. Nachdem ich ihn dann wieder hinzugesetzt habe, fing das ganze Theater von vorne an.

Sie versteckt sich nur mehr an der Wasseroberfläche im Hornkraut (das gesamte Becken ist sehr dicht bepflanzt, so dass ich immer erst mal kräftig suchen muss, um die beiden zu finden) und frisst seit einigen Wochen nichts mehr. Selbst wenn ich ihr das Futter direkt vor die Nase setze, wird dies verweigert. Nun ist sie mittlerweile schon stark abgemagert und die Augen sind sehr trübe (Pupillen sind noch zu sehen).

Sie ist sogar schon so geschwächt, dass ich sie heute mit der bloßen Hand rausfangen und umsetzen konnte.

Was macht man in so einem Fall, um sie wieder auf Vordermann zu bringen?

Angenommen, sie erfängt sich wieder: Was kann ich tun, damit die beiden wieder vernünftig miteinander im selben Becken leben können? So wies jetzt ist, ist das leider kein Dauerzustand.

Gruß,
Gregor


   
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Gregor
(@gregor)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 48
Themenstarter  

Hallo.

Um's kurz zu machen: Bin vor einigen Minuten nach Hause gekommen und sie lag tot im Becken.

Sie hat auch in den letzten Tagen nicht mehr gefressen. Selbst Futter, dass ich ihr direkt vors Maul hielt wurde nicht angerührt. Wurde doch noch was vom langsam auftauenden Frostfutter unbeachsichtigt eingeatmet, kam es bei den Kiemen wieder raus.

Was noch dazu kam:
Am Übergang zw. Flanke und Bauch in der nähe der Brustflossen fingen die Schuppen an, abzustehen und eine Art Loch wurde sichtbar.

Anbei zwei Fotos:

Hab das Weibchen derweil eingefroren. Gibts eine Möglichkeit, herauszufinden, woran sie letztendlich gestorben ist?

Ich war zwar schon irgendwie darauf gefasst, aber dass es mir dann so nah geht, hätt ich nicht gedacht. Am schlimmsten ist die Hilflosigkeit, nicht zu wissen, was los ist und was man tun könnte.

Gruß,
Gregor


   
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pascal antler
(@pascal-antler)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
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Hi........

also ich denke,das das tier durch die Streitereien eine Bißverletzung davon getragen hat.......
Diese hat sich bakteriell infiziert und da das Tier durch den Streß mit dem Bock keine Abwehrkräfte mehr hatte ist der bakterielle Befall auf die inneren Organe umgeschlagen........

Das hat sie getötet!

Gruß Pascal


   
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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
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Hallo Gregor,

es ist zwar sehr bedauerlich, wenn einem begeistertem Aquarianer ein Fisch stirbt, aber ich glaube, dies war hier zu erwarten.

Meiner Meinung nach sind 5 Jahre für einen Ch. gachua schon fast ein biblisches Alter. In der freien Natur dürfte meines Wissens die Lebenserwartung dieser Fische bei ca. 2 Jahre liegen. Die Natur ist grausam, dort leben die Tiere nicht so lange wie in guter menschlicher Pflege. Wenn ich hier falsch liege, lass ich mich gern eines Besseren belehren.

Selbst hatte ich einige Jahre lang Ch. gachua gepflegt und gezüchtet. Ich weiß zwar nicht mehr genau, wie lange die Tiere gelebt haben, aber 5 Jahre hat wohl kaum einer erreicht.
Also sei nicht so traurig, es gibt nichts Unendliches auf dieser Welt (Auch die Unendlichkeit unseres Universums ist meiner Meinung nach nur eine Vermutung).

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


   
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pascal antler
(@pascal-antler)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 565
 

Hi,Michael........

also ich denke 5 Jahre ist nicht das Ende der Fahnenstange........

Ich pflege ein Paar Ch. harcourtbutleri seit 7 Jahren........

Robert Donoso-Büchner hat orientalis die mit über 10 Jahren noch für Nachwuchs sorgen!

Gruß Pascal


   
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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo Pascal,

wie gesagt, ich lasse mich gern belehren, bin ja kein Fisch-Wissenschaftler. Vielleicht war bei mir auch das eine oder andere Tier älter als 5 Jahre. So genau weiß ich das nicht mehr. Ich hatte nur mal gehöhrt, dass so ein "Gachua" in der Natur ca. 2 Jahre alt wird. Sind wahrscheinlich alles nur blanke Vermutungen.

Den Fischen wird es wie den Menschen ergehen, der Eine erlebt seine Rente nicht mehr, und der Andere wird über Hundert.

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


   
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Gregor
(@gregor)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 48
Themenstarter  

Hi........

also ich denke,das das tier durch die Streitereien eine Bißverletzung davon getragen hat.......
Diese hat sich bakteriell infiziert und da das Tier durch den Streß mit dem Bock keine Abwehrkräfte mehr hatte ist der bakterielle Befall auf die inneren Organe umgeschlagen........

Das hat sie getötet!

Gruß Pascal

Danke für den Reply Pascal.

Ja, sie hatte eine Bissverletzung, aber die sah sehr harmlos aus im Vergleich zu dem, was sich beim Umsetzen abgespielt hat (grade mal paar Schuppen weg, optisch war die Schleimhaut nicht betroffen).

Was mich nun interessieren würde (alleine schon um bei zukünftigen Tieren richtig handeln zu können)

Was hätte ich tun können, damit sie durchkommt?
Ab wann hätte ich davon ausgehen können, dass da eine bakterielle Infektion vorliegt? Wie erkenne ich das?
Hätte ein Medikament was gebracht?

Anfangs hat mich die Fressunlust nicht beorgt, da a) dies wohl aufgrund des Stresses bedingt war und b) Channa doch einige Zeit ohne Futter auskommen können. Als sie aber dann selbst nach dem Umsetzen nur mehr an der Wasseroberfläche zu finden war und trotz stressfreier Umgebung weiterhin nichts frass, wurde ich langsam unrund...

Normalerweise bin ich ja kein Freund von irgendwelchen Medikamenten, aber vermutlich braucht man für den akuten Notfall manchmal wohl doch etwas. Deshalb: Welche Medikamentesollte (abgesehen von natürlichen Mittel wie Seemandelbaumblätter und Erlenzapfenman) zur Sicherheit auf jeden Fall parat haben?

@fischmichi
Es schmerzt halt insofern, weil ich sie von klein an (wenige Wochen) hatte, aufzog, mit dem Bock dann aus der Gruppe separieren konnte, nachdem sich herausstellte, dass sie ein Paar sind, danach nachzog, etc. Und jetzt hab ich nen Witwer...

Gruß,
Gregor


   
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