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Schon wieder ich, aber das ist wirklich ein Channa.

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chk
 chk
(@chk)
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Beigetreten: Vor 24 Jahren
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Hallo Klaus,
Du bist gut informiert.
Dibrugarh ist der Typenfundort von C. bleheri sowie auch von C. aurantimaculata.

C. bleheri IST NICHT identisch mit C. burmanica!
C. burmanica ist am Ostabhang des Himalaya in Burma zu finden, während C. burmanica auf dem Westabhang zu finden ist. Die beiden Species sind sehr ähnlich, aber wahrscheinlich durch den Himalaya getrennt in zwei unterschiedliche Populationen.
Ich habe sowohl C. bleheri als auch C. burmanica zuhause.
(Ich muss endlich mal Zeit finden Bilder upzuloaden!!!!! :cry: :cry: )

C. sp. "blue bleheri" a.k.a. "Asia blue" a.ka. "lal cheng" ist auch ein dem C. bleheri sehr ähnlicher Fisch, aber kommt ca. 500 km weiter westlich von Dibrugarh vor. Er ist zwar noch nicht beschrieben aber zu 50000% eine neue Species.
"lal cheng" ist Maulbrüter so wie C. burmanica. C. bleheri ist Freilaicher/Nestbauer. Alle drei Fische sind endemisch.

Soweit mal, .... muss noch viel arbeiten heute abend .... :(

Gruss, chk

>===:{ } >=:]
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(@klaus-de-leuw)
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Hallo chk,

danbke für die Blumen, ich bin halt des Lesens mächtig.

Das mit der Wasserscheide Himalaja ist nicht unbedingt ein Argument (hängt vom Alter der Scheide ab und von der Evolutionsgeschwindigkeit der Populationen), aber die unterschiedliche Fortpflanzungsstrategie ist eins.
An die Endemie glaube ich erst, wenn das Gebiet wirklich erschöpfend erforscht ist, und wenn man allein die Entdeckungen der letzten Jahre bedenkt, ist es das nicht.

Eine Frage ist noch offen: Hat "Asia blue" Bauchflossen?

Gruß, Klaus


   
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chk
 chk
(@chk)
Noble Member
Beigetreten: Vor 24 Jahren
Beiträge: 1803
 

"Lal Cheng" hat keine Bauchflossen.

Ich widerspreche Dir sowohl was die Wasserscheide anbelangt als auch das mit dem NichtEndemismus.
Ich muss Dir hier leider eine (zu lange) Ausführung schuldig bleiben.
Ralf Britz macht gerade eine genetische Untersuchung der Channa. Sein Paper wird noch was brauchen. Dort wird es wahrscheinlich alles ausführlich drinstehen.
Die drei (burmanica, bleheri, lal cheng) werden einmal zusammengehört haben. Aber gerade die Trennung durch das hohe Gebirge Himalaya sind die Gebiete sehr voneinander abgetrennt, geradezu prädestiniert für endemische Arten bzw. Populationstrennungen.
Gruss, chk

>===:{ } >=:]
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(@klaus-de-leuw)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 24 Jahren
Beiträge: 188
 

"Lal Cheng" hat keine Bauchflossen.

1. Ich widerspreche Dir sowohl was die Wasserscheide anbelangt als auch das mit dem NichtEndemismus.
2.Ich muss Dir hier leider eine (zu lange) Ausführung schuldig bleiben.
3. Ralf Britz macht gerade eine genetische Untersuchung der Channa. Sein Paper wird noch was brauchen. Dort wird es wahrscheinlich alles ausführlich drinstehen.
4. Die drei (burmanica, bleheri, lal cheng) werden einmal zusammengehört haben. 5. Aber gerade die Trennung durch das hohe Gebirge Himalaya sind die Gebiete sehr voneinander abgetrennt, geradezu prädestiniert für endemische Arten bzw. Populationstrennungen.
Gruss, chk

Hallo chk,

1. Du kannst mir gar nicht widersprechen, denn ich schrieb ja nicht, dass die Wasserscheide kein Grund sein kann, sondern es von weiteren Bedingungen abhängt, ob sie einer ist. Und ich glaube immer noch nicht, dass die Flüsse und Seen der Region ausreichend genau untersucht sind, um das Vorkommen von z. B. bleheri an einem anderen Ort auszuschließen (und damit meine ich nicht Populationen, die von Menschen angesiedelt wurden.
2. Schade.
3. Das Paper interessiert mich brennend. An welchem Institut forscht er denn?
4. Das mit den dreien sehe ich genauso, interessant wird auch die Frage sein, welche der Ursprungsart am ähnlichsten ist (ich tippe auf bleheri) und wie die Verwandschaftsbeziehungen zu den anderen Arten, insbesondere zu dem doch recht ähnlichen gachua-orientalis-Formenkreis, sind.
5. Nicht die Gründlichkeit der Trennung allein führt zur Entwicklung eigenständiger Arten aus den getrennten Populationen, sondern die Trennung muss schon einige Zeit bestehen, wobei die Zeitdauer von Fall zu Fall unterschiedlich sein kann. Die Aborigines Australiens und andere menschliche Populationen waren wahrscheinlich mehr als 10000 Jahre isoliert von anderen Populationen, trotzdem gehören sie unserer Art an. Bei Grün- und Grauspecht hat ein vergleichbarer Zeitraum zur Artbildung ausgereicht. Vor allem müssen andere Isolationsfaktoren zur geographischen Isolation hinzukommen, sonst zeigt die Vermischung der Populationen nach dem Wegfall der eographischen Barriere (z. B. der Wasserscheide), dass die Populationen noch einer Art angehören. Leider kenne ich das Alter des Himalaja nicht, meine aber mich zu erinnern, dass ich mal erstaunt war über die relative Jugend dieses Gebirges.

Gruß, Klaus


   
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