Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

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Totalreinigung!?

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(@schroedi)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 51
Themenstarter  

Hallo,
cih frage mich grad.....muss man eigentlich ein Aquarium irgendwann mal total sauber machen? Also Bodengrund raus und so?
Was meint ihr dazu?
Meines läuft jetzt über ein Jahr und ich finde der Bodengrund, was man so von der Seite sieht, sieht echt schlecht aus.

Grüße Gaby


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Gabi,

ich habe noch nie ein Aquarium grundgereinigt (selbst Mulm entferne ich nur selten und dann nur, wo er optisch stört oder oft von den Fischen aufgewirbelt wird), würde es auch nur machen, wenn ich sonst eine Krankheit nicht herausbekäme. Ansonsten rate ich dringed davon ab, denn Du ruinierst Dir damit die gesamte Biologie und startest anschließend fast bei Null, wenn Du den Filter nicht reinigst, denn gerade der Bodengrund stellt auch einen Filter dar. Mein ältestes Aquarium dürfte bald 20 Jahre in Betrieb sein.

Gruß, Klaus


   
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(@schroedi)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 51
Themenstarter  

Vielen Dank!
Ich so als "alte Hausfrau" hab halt immer was zum rumwuseln und ich dachte halt dann frag ich mal.
Also krank ist keiner der Fische, dann bleibt alles so wie e sist.

Grüße Gaby


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Gaby,

genau, so ein "Frühjahrsputz" ist genau der richtige Anlass für eine schöne Ichtyo-Epidemie oder eine nette Nitritvergiftung. :bier:

Wie heißt noch die alte Hausmännerweisheit:
"Diese Wohnung ist sauber genug um gesund zu bleiben,
aber schmutzig genug um sich wohl zu fühlen." :jump:

Gruß, Klaus


   
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(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hi...

Ich denke, dass es zumindest einen Punkt geben KANN, an dem eine Totalreinigung notwendig wird. Besonders der Kies kann sich im Laufe der Zeit (bei mir sind es jetzt 6 oder 7 Jahre) als eine unerschöpflichen Belastungsquelle erweisen.

Wenn der beständig zu hohe Nitrit-Wert auf nichts mehr zurückzuführen ist, dann würde ich den Bodengrund in die Liste der Verdächtigen aufnehmen - und wenn man den Bodengrund austauscht, dann kommt das einer Totalreinigung des Beckens schon ziemlich nah.

Aber wenn man sich bewusst macht, dass man durch die Entfernung des Bodengrundes auch einen mehr oder weniger grossen Anteil seiner Bakterienkulturen entfernt, und dementsprechend den Filter nicht auswäscht und nur in Maßen füttert, kann man den Besatz des Beckens unbeschadet "hinüberretten".

Gruss, Nora


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Nora,

so eine Situation habe ich noch nicht erlebt und ich vermute stark, dass so etwas nur bei zu grobem Bodengrund vorkommt. Bei Verwendung von Spielkastensand bzw. Flusssand (Rheinsand) hatte ich das Problem in drei Jahrzehnten, zeitweise vielen Aquarien (zur Zeit 22) und manchmal überbesetzt mit stark stoffwechselaktiven Fischen noch nie.

Gruß, Klaus


   
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Carmen
(@carmen)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 181
 

Hallo Klaus,

du bist da auf dem richtigen Pfad. Ich musste auch schmerzlich erfahren, dass grober Kies trotz Turmdeckelschnecken eine Gammelgrube darstellt.

Habe Werte gemessen und alles war ok. Bis ich darauf gekommen bin, dass die Ursache im Boden steckt hat es echt gedauert.

Vor kurzem musste ich lernen, dass die Kombination aus Torf und groben Kies ein schwarzes stinkendes Ergebnis hervorbringt.

Groben Kies sollte man immer mit einem Bambusstab kräftig durchrühren, wenn man WW macht. Der gammelt sonst, nach meiner Erfahrung, wie nichts gutes. Dabei steigen dann ziemlich viele Luftblasen auf, was für mich ein deutliches Zeichen für Fäulnissgase ist.

Wobei natürlich auch der Aspekt Pflanzen nicht zu vergessen ist. Ist der Kies größtenteils mit Wurzeln durchzogen, dann wird er anders belüftet, und ich vermute das sich die Pflanzen, dann einiges zum verstoffwechseln weg holen.

Bin für Korrekturen offen und dankbar.

Lieben Gruß
Carmen


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Carmen,

Groben Kies sollte man immer mit einem Bambusstab kräftig durchrühren, wenn man WW macht.

Die Verwendung einer Mulmglocke ist einfacher und hat den Vorteil, dass nciht ein Teil des Drecks gleich wieder in die Lücken fällt. Man kann es sich aber auch sparen, indem man gleich Flusssand verwendet.

Dabei steigen dann ziemlich viele Luftblasen auf, was für mich ein deutliches Zeichen für Fäulnissgase ist.

Also keine Luft. ;-)

Wobei natürlich auch der Aspekt Pflanzen nicht zu vergessen ist. Ist der Kies größtenteils mit Wurzeln durchzogen, dann wird er anders belüftet,

Es gibt Pflanzen, die leiten mit spezialisietem Gewebe (Aerenchym) Luft bis in ihre Wurzeln, Seerosen und Schilf z. B., dazu müssen sie aber über die Wasseroberfläche reichen. Unterwasserpflanzen könnten ggf. Suaerstoff aus der Photosynthese in ihre Wurzeln leiten, darüber weiß ich aber nichts. Undob Luft bzw. Sauerstoff dann dort abgegeben wird, weiß ich auch nicht, vermutlich aber nicht. Zumindest lässt eine Geruchsprobe bei meinem Teichgrund das nicht vermuten.

und ich vermute das sich die Pflanzen, dann einiges zum verstoffwechseln weg holen.

Da vermutest Du falsch. Das, was gammelt, sind organische Abfälle. Das Gammeln ist nichts anderes als die Umwandlung dieser organischen Materialien in anorganische Stoffe ohne Verwendung von Sauerstoff. Erst diese anorganischen Stoffe können die Pflanzen z. T. wieder brauchen. Übrigens entsteht bei dieser Gammelei kein Nitrit (dazu wird Sauerstoff benötigt!), der o.g. geschilderte hohe Nitritgehalt muss andere Ursachen haben, i.d.R. zu kleine Bakterienpopulationen zur Umwandlung von Nitrit in Nitrat.

Gruß, Klaus


   
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Carmen
(@carmen)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 181
 

Danke Klaus!

:bier:


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1349
 

Aus aktuellem Anlass frage ich: Wer hat Erfahrungen mit Fischversand ins benachbarte Ausland (also etwa von Deutschland nach Frankreich oder Holland oder Dänemark?)
Worauf muss man achten? Welcher Versender ist empehlenswert, welcher nicht? (DHL, UPS, ...). Wie sieht es mit dem Zoll aus? Macht der Schwierigkeiten oder nicht? Was muss man tun oder unterlassen, um sich Schwierigkeiten einzuhandeln? Wie lange dauert ein solcher Versand? Kann man etwas tun, um ihn zu beschleunigen?

Peter Finke, Bielefeld


   
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