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Trichopsis bei Zimmertemperatur?

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C. O.
(@c-o)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 111
Themenstarter  

Hallo,

ich bin am überlegen, ein Pärchen Trichopsis pumila in ein filterloses, unbeheiztes 25-Liter-Becken umzusiedeln. Es hat teils dichte Pflanzenbestände und Moorkienwurzeln und wird nur von Red Fire Garnelen sowie Schnecken bewohnt. Ich habe gelesen, dass Labyrinthfische keine Umwälzung brauchen, sich diese bei der Zucht sogar störend auswirkt. Meine Bedenken betreffen lediglich die Tempertur des Wassers. Momentan, es ist ja recht kühl draußen (zumindest für den Monat Mai), beträgt die Temperatur 22° C, im Winter wäre sie nicht wesentlich niedriger. Wenn es wärmer wird, wird die Temperatur so gegen 24-25° C steigen. Bei einem heißen Sommer wird die Temperatur sogar gegen 30° C gehen. Nun liest man, dass Trichopsis bei 25° C gehalten werden sollen. Im Buch "Guramis und Fadenfische" von Dr. Jürgen Schmidt steht etwas anderes. Der Autor ist der Meinung, dass alle Labyrinther meistens zu warm gehalten werden, da die Wassertemperaturen in deren Heimatgewässern oft in der wärmsten Periode und dann auch noch in der (warmen) Wasseroberfläche gemessen werden. Für Trichopsis-Arten gibt der Autor 20-25° C bei der Haltung, und sogar nur 20-24° C für die Zucht an. Ich denke, die Frage der Wassertemperatur ist nicht nur für Knurrende Guramis, sondern generell für alle Labyrinthfische interessant.
Wie sieht Eure Meinung aus? Hat jemand Erfahrung mit der Haltung von Trichopsis bei niedrigen Temperaturen?

Viele Grüße
Christian


   
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brigitte
(@brigitte)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 57
 

Hallo Christian,

selber halte ich die T.vitatta und T. Pumila bei 24-25 Grad.
Beide Arten haben sich auch bei dieser Temperatur und mit leichter Filterung fortgepflanzt, auch ohne den Wasserstand zu senken.
Unter 24 Grad habe ich sie noch nie gepflegt.

Gruss Brigitte

B.coccina, B.förschi, B.burdigala'uberis, B.albimarginata, B.simorum, B.smaragdina, B.pugnax, B.patoti.
S.osphromenoides, S.selatanensis
C.lalia, T.microlepsis, T.leeri, T.trichopterus, T. pumila, Pseudosphromenus dayi, M.krtetzeri.
B.badis, B.ruber, D.dario, R.wui, H.jerdoni, Erethistes pusillus, Botia sidthimunki , M.lacustris, M, boesemani.


   
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C. O.
(@c-o)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 111
Themenstarter  

Hallo Brigitte,

ich pflegte beide Arten bisher auch nur bei 25° C und höher, deshalb meine Frage. Die Zwerge sind mittlerweile im unbeheizten Aquarium, wo momentan Temperaturen zwischen 24° C und 25° C vorherrschen. Im Sommer sehe ich keinerlei Probleme, vor Kurzem waren es im unheizten AQ allerdings gerade mal 21° C.
Als ich die Zeilen von Dr. Jürgen Schmidt bezüglich der Temperatur bei Labyrinthfischen las, kam mir der Gedanke, die kleinen Knurrer ins unbeheizte Garnelenbecken umzusiedeln, mit dem Hintergedanken sie eventuell zu züchten.
Die Fische haben sich eingelebt und zeigen ihr natürliches Verhalten, auch Temperaturen von ca. 20° C haben sie problemlos überstanden.

Gruß
Christian


   
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Bettina
(@bettina)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 407
 

Hallo!

Die Temperaturfrage ist natürlich für alle Arten interessant, aber sie ist leider nicht ganz leicht zu klären, denn man muss auch immer die Herkunftsgebiete und natürlich die Jahreszeit, in der die Messung passiert ist berücksichtigen. Dann gibts noch die Faktoren, ob es sich um einen Tümpel handelt in dem es so gut wie keine Wasserumwälzung gibt, oder um ein fließendes Gewässer ...

Nicht 100%ig zum Thema passend hätte ich ein paar Fragen :D

Du hälst die Garnelen ohne Filterung - hast du einen Lufteinströmer im Becken oder halten sie es ohne aus? Hab da nämlich schon gegenteiliges gehört.

Zur Zucht: Meiner Erfahrung nach, mit meinen Crystal Red, sind die hinter allem her was sie für schmackhaft halten - ich kann mir gut vorstellen, dass das auch für Jungfische im Pflanzendickicht gilt.
Und meine T. schalleri sind auch nicht ganz ohne, wenn's ums Futter geht, denen würde ich im Bezug auf die Garnelen nicht trauen - allerdings sind sie auch größer als T. pumila.

LG
Betti


   
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C. O.
(@c-o)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 111
Themenstarter  

Hallo Betti,

und gerade die Trichopsis-Arten haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet und kommen in den unterschiedlichsten Lebensräumen vor, sodass sie Temperaturschwankungen gegenüber recht tolerant sein dürften.

Was die Garnelen betrifft, so kann ich Dir leider nicht mit Langzeiterfahrungen dienen. Das Becken läuft seit zwei Monaten. Vor zwei Wochen setzte ich die Zwerggarnelen (4M/4W) ein, vor einer Woche das Pumila-Pärchen. Es gibt keinerlei Filterung, auch keinen Luftheber, keine Pumpe oder ähnliches. Auf die Idee kam ich über´s ZFF, wo einige Leute darüber berichtet und gute Erfahrungen damit gemacht haben. Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass man mit Fingerspitzengefühl an die Sache ran geht, d.h. nicht zu viel füttert, den Besatz gering hält etc.. Ich mache jede Woche 50%-igen Wasserwechsel und lasse den Mulm im Becken drin (dort siedeln u.a. die Bakterien). Außerdem sollten genügend Pflanzen vorhanden sein.
Die Garnelen verhalten sich völlig normal, weiden den Bodengrund, die Wurzeln, Pflanzen, Buchenblätter nach Fressbarem ab. Ich kann keinen Unterschied zum gefilterten Becken feststellen, bis jetzt läuft alles super. Es hat was sehr ruhiges, wenn da nicht die Pumilas wären, die sich ab und zu mal zoffen :D , aber ich denke, das ist ein gutes Zeichen.

Die Red Fire sind ja etwas kleiner als die Crystal Reds. Ob sie an Jungfische rangehen, weiss ich nicht. Aber ich denke, dass doch immer ein paar durchkommen müssten, gerade wenn man Riccia fluitans im Becken hat. Umgekehrt kann ich mir schon eher vorstellen, dass die Fische an Babygarnelen gehen, doch auch in diesem Falle müssten einige durchkommen. Besonders bei den Red Fire ist im Normalfall mit viel Nachwuchs zu rechnen. Ich werde einfach schauen, wie sich die Sache entwickelt. Und wenn ich keine Zuchterfolge verzeichnen werde, ist es auch nicht weiter schlimm.
Alles in allem ist es für mich ein Experiment. Ich war sehr angetan von dem Gedanken, ein Becken ohne Technik laufen zu lassen (außer Licht).
Ursprünglich sollte es erst einmal ein reines Garnelenbecken werden und nun sind die Pumilas drin, früher als geplant.

Gruß
Christian


   
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thailandfisch
(@thailandfisch)
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Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 10
 

wir haben dieses jahr hier schon einige frostnaechte in den noerdlichen regionen gehabt und auch im isaan ist es nachts um die 10 in den bergen gewesen, die wechselnde kaelteperiode geht seit dezember und haelt noch bis naechste woche .ich habe trotzdem kleinfische aller groesse gefangen .das heisst,.sie sind eigentlich sehr flexiebel denn im sommer wird es in den reisfeldern und tuempeln wo das wasser machmal nur wenige cm tief ist extrem warm und auch salzig ,das es schon unangenehm an den fuessen wird .(der isan war ein praehistorisches meer und der untergrund hat in den oberen grundwasserschichten sazwasser )auch noch vollgeschissen von den wasserbueffeln das die dunkelbraune bruehe stinkt. und trotzdem sind trichopsis ,trichogaste,cannas und andere am lebenh. habe noch nicht gemessen wie warm , aber locke ueber 35. wer schon mal das vergnuegen hatte ueber den jaty- jak markt zu gehen und die halle der aqu. fische besuchte bei aussentemperaturen um und ueber die 40 im sommer, wo die sonne aus dach brutzelt ,der erahnt was die fische so alles drauf haben muesen .ih habe 9 vitatas in deutschland in einer aussenanlage ohne heizung und filter von mai bis in november mit fangs kugelfischen zusammen aus gleichem fluss stammend gehalten .hatte sogar praechtigen nachwuchs, ohne ausfaelle.
gruss aus thailand, stefan


   
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thailandfisch
(@thailandfisch)
Active Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 10
 

ich habe in meinen becken trichopsis pum.+vit.zusammen mit garnelen die etwa 2cm max werden .sie dienen als futter im kleinzustand und die groesseren als saubermaenner. sie gibt es hier in allen gewaessern im ueberschuss. garnelennachw.hat gar keine changse gegen die raeuber fuer die garnelen ein leckerbissen sind.wenn ich mal verreise fuer ein paar tage werfe ich genuegend hochtraechtige garnelen dazu .so habe ich das fuetterproblem geloest.
zur haltetemperatur und bedingungen hatte ich bereits einiges gesagt . ohne filter und zimmertemperatur ist prima. bei killifischen die es auch sehr warm haben sollten hat manmit eingehenden versuchen festgestellt das die lebens erwartung um das doppelte anstieg wenn sie bei zimmertemp.gehalten wurden . selbes gilt auch fuer trich. wo in heissen teumpeln hier meist nur eine sesong leben moeglich ist.
gruss ,thailandfisch


   
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